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Barracuda, 1978 – ★½

BARRACUDA
(USA, 1978, Regie: Harry Kerwin, Wayne Crawford)

An einem Küstenort in Florida kommt es zu tödlichen Angriffen gegen Menschen durch Barracudas. Mike Canfield, ein Meeresbiologe, geht der Sache nach. Schnell findet er heraus, dass die Barracudas Opfer eines Giftes wurden, was sie aggressiv stimmt. Die Spur führt ihn zu einem Mediziner…

Klingt nicht neu, was uns die beiden Regisseure Harry Kerwin und Wayne Crawford, die auch gemeinsam die Story und das Drehbuch schrieben, hier auftischen. Und doch verhält sich der Film in großen Teilen nicht wie ein typischer Tierhorrorfilm, aber leider profitiert er auch nicht davon. Die Themen Umweltverschmutzung und das einhergehende Verhalten von Tieren ist wahrlich nicht neu, auch 1978 nicht, aber hier geht man vielmehr auf den Verursacher des Ganzen ein und vernachlässig das titelgebende Tier. Es gibt zwar die ein oder anderen blutigen Fressattacken, wenn der Barracuda-Schwarm auf Jagd geht, aber diese werden spärlich eingesetzt und verkommen in ihrer Wichtigkeit, weil das Zentrum an einer anderen Stelle liegt. Wayne Crawford steht hier nicht nur hinter der Kamera, sondern auch vor ihr. Er ist Mike Canfield, der Meeresbiologe, dem ich nicht mal einen Goldfisch anvertrauen würde. Aber nicht nur er hat eine unangenehme Ausstrahlung, sondern auch alle anderen, die hier auftaucht. Bei Jason Evers (BASKET CASE 2, 1990) als Dr. Snow hatte ich das Gefühl, er schläft gleich ein, bevor es die gesamte Inszenierung tut. Aber es gibt auch ein bisschen was Positives zu berichten. Ich mag die eher trübe und karge Stimmung in dem Film, und es gibt mal kein Stadtfest. Und dass Wayne Crawford besser hinter, statt vor der Kamera agieren sollte, zeigen die Unterwasseraufnahmen, bei denen er die Regie übernommen hat. Die sind sehr schön und präsentieren einige Eindrücke von Flora und Fauna. Das Beste ist aber der Score von Klaus Schulze.

BARRACUDA ist ein schläfriger Öko-Tier-Mad Scientist-Horrorfilm, der trotz gut gemeinter Ideen fast gänzlich scheitert. Einen größeren Badespaß gab es im Jahr 1978 mit DER WEISSE HAI 2 und PIRANHAS.

(Bjoern Candidus)

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