Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Antenne Traumstadt
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Rings of Fear, 1978 – ★★★½

ORGIE DES TODES
(ENIGMA ROSSO, Deutschland, Italien, Spanien, 1978, Regie: Alberto Negrin) 

Als die grausam zugerichtete Leiche einer Internatsschülerin gefunden wird, ruft man Inspektor Gianni di Salvo auf den Plan. Die Spur führt ihn zu dem nach außen hin einen guten Eindruck machende Internat für Mädchen aus reichem Hause. Doch dort lernt man nicht nur, wie man rechnet, sondern auch wie man Männer sexuell bedient. Inspektor di Salvo gerät in einen Pool aus Sex und Gewalt, den er trockenlegen will. 

ORGIE DES TODES ist der dritte Teil der (unabhängigen) Mord-an-Schulmädchen-Trilogie, die mit DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL (1972) ihren Anfang nahm und mit DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER (1974) hervorragend fortgesetzt wurde. Zu jedem der Filme schrieb Massimo Dallamano das Drehbuch. Während Dallamano bei den Vorgängern noch Regie führte, übernimmt diesen Part hier Alberto Negrin. Das Geschick, was Dallamano bei seinen beiden Inszenierungen der „Trilogie“ an den Tag legte, fehlt Alberto Negrin, der vorher (und nachher) in erster Linie für das italienische Fernsehen gearbeitet hat. Hier ist alles etwas kleiner, schmieriger und mit weniger Gefühl inszeniert, was den Film aber keinesfalls schlecht macht. Die inhaltlichen Härten wie Vergewaltigung, Abtreibung und Prostitution unter Schülerinnen werden hier jedenfalls nicht heruntergeschraubt. 

Der charmante Fabio Testi gibt, wie meistens, eine gute Figur ab und wirkt in seiner Rolle als Inspektor di Salvo bodenständig, klug und gefühlvoll. Zuverlässig eklig ist hingegen Jack Taylor, der aus dem Euro-Kino jener Tag nicht wegzudenken ist. Weibliche Prominenz kommt mit Christine Kaufmann, die Harald Reinl mit ROSEN-RESLI bereits 1954 zum Kinderstar machte. Und dann ist da noch die kleine Fausta Avelli als Emily, die die Schwester von Nicoletta Elmi sein könnte, nicht nur äußerlich. Dazu gesellen sich noch einige andere junge Damen, die auch gern mal nackt durchs Bild hüpfen, wenn man ihnen nicht gerade ans Leder will. Musikalisch wird man vom großen Riz Ortolani verwöhnt. 

ORGIE DES TODES zeigt sich düster, kleidet sich mit erdigen Farbtönen und kann mit ein paar spannenden Momenten den Giallo-Fan bei Laune halten.

(Bjoern Candidus)

←Hands of the Ripper, 1971 – ★★★½
The Corpse Packs His Bags, 1972 – ★★★→

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt