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Night Game, 1989 – ★★★

FINAL GAME – DIE KILLERKRALLE
(NIGHT GAME, USA, 1989, Regie: Peter Masterson) 

Immer wenn die Footballmanschaft „Astros“ ein Spiel gewinnt, wird eine Frau mit aufgeschlitztem Hals gefunden. Dass ruft Lieutenant Mike Seaver und seine Männer auf den Plan. Dann gerät Seavers Freundin Roxy ins Visier des Killers… 

Ich mag alte weiße Männer, die einen Fall lösen wollen, doch hier ist ein alter Knochen noch unsympathischer als der andere. Das hat dazu geführt, dass ich in diesem Film nicht einen einzigen Anker gefunden habe, der mich an das Geschehen fixieren konnte. 
Dass einer dieser Unsympathen ausgerechnet Roy Scheider ist, verwunderte mich dann doch etwas. Das soll nicht heißen, dass er seine Sache nicht gut macht, aber er ist hier eben kein Brody. Neben ihm versammeln sich Lane Smith, Richard Bradford und Paul Gleason, mit denen ich keinen Fall lösen wollte. Roxy wird dargestellt von Karen Young (9 1/2 WOCHEN, 1986), die wenigstens ein bisschen Liebreiz mitbringt. 

Aber Peter Mastersons Regiearbeit bietet in anderen Bereichen etwas. Kleidet sich der Film am Tage mit Spät-80er-Pastelltönen, die wenig einladen, wird die Impressionen in den abendlichen Momenten sehr ansehnlich. Das bunte, lichterfrohe Vergnügungspark am Strand – Setting entfaltet eine schöne Atmosphäre. Kurz dachte ich an KABINETT DES SCHRECKENS (1981), dann an MANIAC (1980) und schließlich an BLUTBAD DES SCHRECKENS (1973), in dem der Killer ebenfalls eine Handprothese mit Haken trägt. Wenn der Killer in Aktion tritt, darf man sich auf solide Spannungsmomente freuen, die auch ein bisschen Gore zeigen. Der Mord in einem Spiegelkabinett sei hier extra erwähnt, denn der ist richtig gut inszeniert. Begleitet wird das Treiben von einem Score von Pino Donaggio, der nicht zu überhören ist. 

FINAL GAME – DIE KILLERKRALLE ist ein Serienmöder-Thriller, der sich visuell nicht verstecken muss, aber weder große Überraschungen noch noch sympathische Figuren bietet.

(Bjoern Candidus)

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