ALIEN SHOCK*
(WITHOUT WARNING, USA, 1980, Regie: Greydon Clark)
Vier junge Leute wollen ein entspanntes Wachende im Schoße von Mutter Natur verbringen. Doch die friedliche Gegend wird von Aliens heimgesucht, die sich über die Urlauber und Einheimische hermachen.
Mit Greydon Clarks Alien-Invasions-Backwood-Horrorfilm ALIEN SHOCK verbindet mich eine jahrzehntelange Liebe, seit ich ihn unter dem TV-Titel DAS GEHEIMNIS DER FLIEGENDEN TEUFEL im Sommerprogramm im Fernsehen entdeckte.
Clark liefert die obligatorischen Teenies, die es in die Natur verschlägt, in der sich Jäger und Hinterwäldler die Klinke in die Hand geben und in ihrem eigenen Kosmos leben. Und in diesen dringen außerirdische Wesen ein, die ihren Alltag auf den Kopf stellen. Angeführt werden die Außerirdischen vom Ober-Alien, was der klassischen Alien-Darstellung recht nahe kommt, nur dass dieses Alien hier sehr viel größer ist. Es wird nämlich von Kevin Peter Hall dargestellt, der später als Predator gegen den Mann aus Österreich antreten sollte. Mit im Bunde sind kleinen Aliens, die wie Frisbeescheiben aus Fleisch aussehen und durchaus aus dem Lovecraft-Universum stammen könnten. Diese sind durchaus nett gemacht und kommen immer wieder zum Einsatz. Aber auch die Erdlinge können sich sehen lassen. Die jungen Darsteller werden angeführt von David Caruso, der später Karriere machen sollte. Sehr viel bekannter, wenn auch längst auf dem Abstellgleis: Jack Palance, Martin Landau, Cameron Mitchell und Neville Brand. Und die vier sorgen natürlich spielend dafür, dass der Wahnsinn aufblüht. Alle vier passen hervorragend in die Hinterwäldlergemeinde und sorgen für viel Unterhaltung.
ALIEN SHOCK ist sehr ausgewogen was Spannung, Effekte, Atmosphäre und Figuren-Zeichnungen angeht. Nichts ist zu viel, nichts zu wenig. Da das Natur-Setting erheblich Kosten spart und gleichzeitig wirksam ist, ist das Budget sinnvoll in andere Bereiche geflossen. Das heißt nicht, dass ALIEN SHOCK wie ein A-Film aussieht, aber er ist ein schöner B-Film und ein tolles Bindeglied zwischen dem 70er- und 80er-Jahre-Horrorkino.
(Bjoern Candidus)
* Podcast-Besprechung bei „Antenne Traumstadt“