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Hellraiser: Hellseeker, 2002 – ★★

HELLRAISER VI – HELLSEEKER
(USA, 2002, Regie: Rick Bota)

Kirsty und ihr Ehemann Trevor sind mit dem Auto unterwegs. Plötzlich kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem das Auto von der Fahrbahn abkommt und ihn einen Fluss fällt. Trevor kann gerettet werden, aber von Kirsty fehlt jede Spur. Trevors Leben entwickelt sich langsam in einen Alptraum. Amnesie, Depressionen und Halluzinationen bestimmen seinen Alltag, und dann gerät er selbst noch unter Mordverdacht. Als ihn ein Detective ihn einer Puzzlebox konfrontiert, die man ihm Auto gefunden hat, nähert sich Trevor langsam der Wahrheit. 

Rick Botas Versuch, Ashley Laurence als Kirsty Cotton zurück ins Hellraiser-Franchise zu bringen und so eine Art Weiterführung der ersten drei Teile einzuleiten, ist ziemlich in die Hose gegangen. Als erstes sollte man die Erwartungen über Bord werfen, Laurence als Hauptdarstellerin zu bekommen. Der Kirsty-Charakter ist lediglich am Anfang und am Ende zu sehen, und ich hätte mir gewünscht, es nicht zu tun. 

Die Story ähnelt der von HELLRAISER V – INFERNO. Auch hier gibt es für die Polizei einen Fall zu lösen: das Verschwinden von Kirsty Cotton nach einen Autounfall mit ihrem Ehemann Trevor, um den es hier in erster Linie geht. Der wird von Dean Winters dargestellt, der den nötigen deprimierten Eindruck mitbringt, wahrscheinlich von Natur aus. Trevor macht eigentlich nicht viel, außer depressiv herumzusitzen oder von einer Alptraum-Sequenz zur nächsten geschickt zu werden, was mich irgendwann nur noch genervt hat. Dabei steht natürlich immer die Frage „Wo ist Kirsty?“ im Raum. Und wer nach 30 Minuten vergessen hat, dass es sich um einen Hellraiser-Film handelt, wird endlich erinnert, wenn ganz kurz Doug Bradley als Pinhead auftaucht, quasseln darf und anschließend wieder bis zum Finale verschwindet. Wie in HELLRAISER V – INFERNO tauchen auch hier ein paar weitere Cenobiten auf, die noch kürzer zu sehen sind und noch weniger Eindruck hinterlassen. Nichts hinterlässt hier Eindruck, weder die Gehirn-OP am Anfang, noch das Erneute Zusammentreffen zwischen Kirsty und Pinhead. Es geht gar nicht mal um das inhaltliche Ende, was durchaus rund ist, sondern um die Verwendung der Figur Kirsty Cotton, die mit Teil 2, spätestens Teil 3 abgeschlossen wurde. Wäre es eine Tina White gewesen, wäre der Film nicht besser, aber er hätte mich weniger verärgert. Um die Sauerstoffarmut, die sich hier auftut, noch noch zu intensivieren, spendiert Stephen Edwards einen eintönigen Score, der das Potential hat, Gehör-Depressionen auszulösen. 

HELLRAISER VI – HELLSEEKER ist ein überflüssiger Versuch, die Originalstory wieder aufzugreifen. Blendet man die Missstände aus, bleibt ein gerade noch guckbarer Horrorfilm übrig. 

(Bjoern Candidus)

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