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Eye of the Spider, 1971 – ★★

DAS AUGE DER SPINNE
(L’OCCHIO DEL RAGNO, Italien, 1971, Regie: Roberto Bianchi Montero)

Paul wird während eines Überfalls auf einen Juwelier von seinen Mittätern hintergangen. Sie machen sich mit der Beute aus dem Staub, und Paul wird verhaftet. Beim Transport wird der Gefängnisbus überfallen, und Paul wird von ein paar Männern mitgenommen, die ihn zu seinem Auftraggeber führen. Paul soll die Beute zurückerobern und den Drahtzieher und seine Leute ausschalten. Nach einem chirurgischen Gesichtseingriff begibt er sich auf einen Rachefeldzug. 

Das klingt nach einer reichlich abgedroschenen Story, und Regisseur Roberto Bianchi Montero macht leider auch nicht mehr daraus. Startet der Film anfänglich noch recht rasant mit dem Überfall auf den Polizeitransport, legt sich das Tempo von DAS AUGE DER SPINNE und dümpelt vor sich hin. Viel Gerede und langsame Ortswechsel füllen die Spielzeit, aber immerhin mit einem beschwingten Score von Carlo Savina. Die Außenansichten, die einem zu Beginn von Wien präsentiert werden, gehen über zu langweiligen Wohnungen und Nachtclubs. Erst gegen Ende, wenn der Film etwas Fahrt aufnimmt, kommt man in ländlichere Gefilde, die sowohl die Atmosphäre als auch die Spannung erhöhen, wenn auch nur dezent. 

Unter den Darstellern befindet sich Antonio Sabato, der anfangs mit einer fiesen Perücke und einer angepappten Nase aufwartet. Diese Elemente entfernt man glücklicherweise schnell, denn sein Charakter Paul lässt sich einer Gesichts-OP unterziehen, damit man ihn nicht erkennt. Dann heißt er Frank Vogel und geht auf Rachetour. Die besteht in erster Linie daraus, die Männer von Hans Fischer wegzuballern, bevor er sich um Hans persönlich kümmert. Hans wird von Klaus Kinski verkörpert, der erst im Finale aus sich herausfahren darf. Mit Kinski fährt man immer gut, aber Sabato reißt wahrlich keine Bäume aus. 

DAS AUGE DER SPINNE ist ein langatmiger, visuell wenig attraktiver Italo-Gangster-Thriller, in dem lediglich Klaus Kinski und der Score ein Lichtblick sind. 

(Bjoern Candidus)

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