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Thunder 3, 1988 – ★★

THUNDER 3
(Italien, 1988, Regie: Fabrizio De Angelis Trilogie)

Thunder ist weitergezogen und lebt nun mit anderen Indigenen in einer Siedlung, bestehend aus Hütten und Wohnwagen mitten in der Wüste. Doch auch dort stört er die falschen Leute. Ein pensionierter Army Colonel drillt die Männern einer Kleinstadt und sorgt für Ärger auf indianischem Gebiet. Als dabei zwei Pferde erschossen werden und die Siedlung zerstört wird, schlägt Thunder zurück. Nicht mit Morden, sondern indem er die Existenzen der Männer zerstört. Autos fliegen in die Luft, ein Lebensmittelladen brennt, und Thunder sorgt dafür, dass die Angst herumgeht. 

THUNDER 3 ist der letzte Teil von Fabrizio De Angelis Trilogie, der visuell nahtlos an seine Vorgänger anknüpft und einem die bekannte Wüste von Arizona zeigt. Francesco De Masi ist wieder da und veredelt die Wüstenaufnahmen mit seinem Italo-Western-Sound, wie er es im ersten Teil getan hat.

Was mich in THUNDER 3 am meisten gestört hat, sind die überzeichneten, teils lächerlich verkörperten Möchtegern-Soldaten. Auch Werner Pochath ist darunter, der mal wieder den größten Kotzbrocken verkörpern darf. Pochath ist zumindest ein guter Ersatz für den Harmstorf-Charakter aus den Vorgängern. Auch ein Sheriff steht mal wieder zwischen den Stühlen, der diesmal von John Phillip Law verkörpert wird. Mark Gregory ist natürlich erneut in der Rolle von Thunder zu sehen und bleibt seiner Figur treu. Bei all dem Geballer und den Explosionen bleibt auch dieser Teil erstaunlich handzahm. Thunder tötet einfach niemanden, trotz Dauerfeuer und Explosionen. Für alle, die mit Stallone, Schwarzenegger oder Norris sozialisiert wurden, dürfte das eher enttäuschend sein. 

Für mich funktioniert THUNDER 3 nicht wesentlich besser als sein direkter Vorgänger, der vor allem an seinen albernen Figuren scheitert. Dafür liefert De Angelis hier eine nachvollziehbarere Geschichte, ohne originell zu sein. 

(Bjoern Candidus)

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