GHOULIES IV
(GHOULIES IV, USA, 1994, Regie: Jim Wynorski)
Und wieder kehren die Ghoulies zurück in unsere Welt. Diesmal gelang sie durch ein Zeittor nach Los Angeles, wo ihnen auch Alexandra folgt. Sie ist die Handlangerin von Faust, dem Fürsten der Finsternis. Dieser will an einen mächtigen Edelstein kommen, der Detektive Graves um den Hals hängen hat. Alexandra setzt alles dran, Faust seinen Wunsch zu erfüllen. Doch sie hat die Rechnung ohne die beiden Ghoulies gemacht, die Detektive Graves helfen.
Was Jim Wynorski hier sehr eindrücklich beweist: er kann noch tiefer fallen als John Carl Buechler mit GHOULIES III (1990). Buechler hatte hier erstmalig im Franchise nicht mehr die Hände im Spiel, und aus den zuletzt drei Ghoulies wurden zwei, die keine Ähnlichkeit mehr mit ihren Kollegen aus den Vorgängern haben. Die trollartigen Nervköpfe, die einem hier begegnen, könnten viel mehr der Welt von TROLL (1986) entsprungen sein, bei dem auch Buechler Regie führte. Wie dem auch sei, alles, was bei den Vorgängern nur mäßig bis schlecht funktioniert hat, wird hier direkt gegen die Wand gefahren. Kurz habe ich sogar den nervigen Blödelhumor aus GHOULIES III vermisst, der zumindest auf lebendigere Art die Spielzeit ausgefüllt hat. Bei GHOULIES IV macht nichts Spaß, es sieht nichts gut aus oder versprüht Charme. Die FX sind billig und sparsam eingesetzt, und Blut und Gewalt sollte man hier ohnehin nicht suchen. Interessant ist zumindest die Idee, die Story an den ersten Teil zubinden, um so den Kreis zu schließen. Das „gelingt“ durch ein paar Rückblick-Sequenzen aus GHOULIES (1984) und durch ein Wiedersehen mit Peter Liapis als Jonathan Grave, ändert aber an der Qualität des Films rein gar nichts. Weder er, noch irgendwer anderes im Cast konnte mich hier erreichen.
GHOULIES IV ist glücklicherweise der letzte Eintrag eines Franchise, mit dem ich nie warm werden konnte, obwohl ich ein Herz für kleine Monster habe.
(Bjoern Candidus)