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Don’t Be Afraid of the Dark, 1973 – ★★★

GATE OF DARKNESS
(DON‘T BE AFRAID OF THE DARK, USA, 1973, Regie: John Newland)

Das frisch verheiratete Ehepaar Alex und Sally Farnham ziehen in das alte, renovierungsbedürftige Herrenhaus von Sallys verstorbenen Großeltern. Da Alex als Rechtsanwalt nur wenig Zeit hat und kurz davor steht, eine Geschäftsreise anzutreten, kümmert sich Sally um die Renovierungsarbeiten mithilfe von Handwerkern. Als sie auf einen zugemauerten Kamin stößt, bittet sie einen Handwerker, diesen wieder zu öffnen, doch der Mann warnt sie eindringlich davor. Schließlich öffnet sie selbst den Kamin und öffnet so ein Tor zu Unterwelt.

DON‘T BE AFRAID OF THE DARK ist ein stiller TV-Horrorfilm von John Newland, der hierzulande seine Premiere auf Video unter dem Titel GATE OF DARKNESS hatte, womit gleich noch ein Bezug zu THE GATE (1987) hergestellt wurde. Wie später bei Tibor Takács tauchen auch hier kleine Wesen aus einer Unterwelt auf, die auch optisch ein wenig an die Minions aus THE GATE erinnern. Takács könnte durchaus von diesem Film beeinflusst worden sein, denn auch Guillermo del Toro schrieb später ein Drehbuch und Produzierte das Remake 2010 unter der Regie von Troy Nixey. 

Die in nur zwei Wochen herunter gekurbelte TV-Produktion lebt in erster Linie von ihrer gruseligen Atmosphäre, die vor allem durch das weitläufige Haus entsteht und von einem unheimlichen Score von Billy Goldenberg begleitet wird. Von Beginn an bekommt man das Haus als Ort des Grauens präsentiert, aus dem flüsternde Stimmen hervordringen, bevor die eigentliche Handlung einsetzt. Von wirklichen Schauwerten ist GATE OF DARKNESS weit entfernt, man könnte sogar sagen, der Film sei langweilig. Aber das klingt zu negativ, denn zumindest ist ein charmanter Gruselfilm entstanden, der mit nicht mal 75 Minuten Spielzeit eine optimale Länge hat, wenn man nicht viel zu erzählen oder zu zeigen hat. Es gibt ein paar unheimliche Momente, aber leider wird durch das Auftauchen der Gnome, die ein wenig wie Dörrobst aussehen, die Spannung gebremst, denn gefährlich sehen die leider nicht aus. Die Besetzung ist durchaus solide. Sally wird von Kim Darby gespielt, ihr Ehemann Alex von Jim Hutton. Hauptsächlich konzentriert sich die Geschichte auf Sally, deren Ehemann ihr natürlich keinen Glauben schenkt, als sie ihm von kleinen Wesen berichtet, die sie angegriffen haben. 

GATE OF DARKNESS ist ein sehr ruhiger Horrorfilm, der in der ersten Hälfte eine gute Spannung durch das Andeuten oder Aussparen der Gefahr aufbaut, die in der zweiten Hälfte leider etwas verloren geht. Wer auf schleichenden Grusel steht, darf gerne einschalten.

(Bjoern Candidus)

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