RETURN OF THE FAMILY MAN
(Südafrika, 1989, Regie: John Murlowski)
Ein Mörder, den die Presse „Family Man“ getauft hat, weil er in erster Linie Familien auslöscht, kann während eines Transports flüchten. Um seinem mörderischen Hobby nachzugehen, braucht er neue Familien. Als er feststellt, dass sein ehemaliges Haus verkauft wurde, gibt er sich auch mit jungen Leuten zufrieden, deren Familienplanungen noch nichtmal gestartet sind.
Filme aus Südafrika sind rar gesät, vor allem im Bereich des Horrorfilms. RETURN OF THE FAMILY MAN von John Murlowski (AMITYVILLE – A NEW GENERATION, 1993) ist einer dieser Ausnahmen, und leider ist sie ziemlich schlecht, und zwar in jeder Hinsicht.
Nachdem ein paar dümmliche Figuren eingeführt werden, die man so schnell nicht mehr los wird, wird es relativ hart beim Ausbruch des „Family Mans“ aus einem Gefängnisbus. Es kommt zu einer recht blutigen Schießerei, die allerdings mehr schlecht als recht inszeniert wurde. Dennoch bietet diese Szene mehr Unterhaltung als alles, was folgen wird. Danach schaltet der Film in den Langeweile-Modus, der nur selten unterbrochen wird. Alles ist fürchterlich hell ausgeleuchtet, nichts erweckt Eindruck. Alles ist generisch und langweilig. Es gibt ein paar Ansätze Spannung oder zumindest etwas Horror-Atmosphäre aufzubauen, doch die Versuche scheitern kläglich.
Das Schlimmste an diesem Streifen sind aber die Schauspieler denen es an Können und Charisma fehlt. Die dümmlichen Figuren, die sie bekleiden, passen von daher sehr gut, nerven aber auch ebenso. Der Killer, „Family Man“, wird von Ron Smerczak verkörpert, der auch nicht mehr als einem kümmerlichen Eindruck hinterlässt.
RETURN OF THE FAMILY MAN ist ein hölzerner Vertreter im Pool zahlreicher zweit- bis drittklassiger DTV-Horror-Seriemmörder-Slasher der späten 80er-Jahre.
(Bjoern Candidus)