Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Antenne Traumstadt
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Jack the Ripper, 1988 – ★★★★

JACK THE RIPPER – DAS UNGEHEUER VON LONDON 
(JACK THE RIPPER, GB, 1988, Regie: David Wickes)

In London geht die Angst um: ein geheimnisvoller Killer hat es auf Prostituierte abgesehen, die er auf grausame Art tötet. Inspector Frederick Abberline steht unter Druck, denn die Bürger der Stadt fühlen sich nicht mehr sicher und lassen es die Polizei wissen. Ein Klima aus Verdächtigungen und Misstrauen entsteht. 

Nach zahlreichen Jack the Ripper – Adaptionen, mit schwankender Qualität oder freien Ansätzen ist mit JACK THE RIPPER – DAS UNGEHEUER VON LONDON eine ziemlich adäquate Umsetzung entstanden. Regie führte David Wickes, der den Stoff bereits 1973 als Mehrteiler adaptierte. Nach 1988 folgten zwei klassische Horrorstoffe: JEKYLL UND HYDE (1990) mit Michael Caine und DR. FRANKENSTEIN (1992) mit Randy Quaid als das Monster. 

JACK THE RIPPER – DAS UNGEHEUER VON LONDON zeichnet sich vor allem durch hervorragende Schauspielern aus. Michael Caine als Inspector Frederick Abberline ist ganz zauberhaft getroffen. Caine ist die Figur regelrecht auf den Leib gebügelt. Hilfe kommt von Lewis Collins als Sergeant George Godley. Ganz faszinierend ist das Spiel von Armand Assante als Richard Mansfield, der sich während des Bühnenstücks „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ in eben diesen verwandelt. Da war nicht nur das Publikum im Film sprachlos, sondern auch ich als Zuschauer. Ken Bones verstrahlt seine Aura und schwebt fast über den Boden als Wahrsager und Medium Robert James Lees. Die weibliche Seite wird mit Susan George und Jane Seymour bekleidet. Aber nicht nur die Besetzung ist eine Augenweide, sondern auch das Erscheinungsbild der Inszenierung. Für eine TV Produktion hat dieser Zweiteiler fast Kino-Qualität, vor allem wenn man das Entstehungsjahr 1988 bedenkt. Die Ausstattungen, die Kostüme, die Kulissen und das ganze Drumherum ist authentisch, nie übertrieben oder lächerlich. Dazu liegt eine spürbare Spannung in der Luft, die vor allem in den Mord-Szenen richtig zur Geltung kommt. Man hat sogar an kleine Gewaltspitzen gedacht, die aber fernsehtauglich kurzgehalten wurden.

JACK THE RIPPER – DAS UNGEHEUER VON LONDON ist vielleicht die stimmigste Adaption einer der faszinierendsten Mordserien überhaupt. Drei Stunden Mörderjagd ohne Langeweile mit einem sehr befriedigenden Ende. Sehr gut. 

(Bjoern Candidus)

←Sartana in the Valley of Death, 1970 – ★★
Under the Bed, 2012 – ★★★→

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt