DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM
(LA BESTIA NELLO SPAZIO, Italien, 1980, Regie: Alfonso Brescia)
Captain Madison und seine Crew bekommen den Auftrag, das seltene Metall Autalium auf einem Planeten zu finden. Auf dem Planeten angekommen, stoßen sie auf Onaf, den Herrscher des Planeten, der sie anfänglich noch freundlich in seinen Gemächern aufnimmt. Doch dann kippt die gute Laune, denn ein außer Kontrolle geratener Super-Computer sorgt für Ärger.
Das Tolle am italienischen Genre Kino ist nicht nur die Variation bekannter Stoffe, sondern auch die Kombination. In DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM ist es die durch KRIEG DER STERNE (1977) inspirierte Space-Opera, die hier, im Falle der Hardcore-Fassung, mit reichlich Sex angereichert wurde. Besonders Freunde von Riesenpenissen kommen auf ihre Kosten, denn der außerirdische Herrscher namens Onaf, hat neben zwei Pferdebeinen einen solchen, den er gerne in weibliche Erdlinge schiebt. Im Falle von DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM serviert er seinen Fleischsäbel der griesgrämigen Sirpa Lane (PAPAYA – DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN, 1978), die ihn oral wie vaginal zu spüren bekommt. Der faunartige Onaf wird von Robert Hundar dargestellt, den viele als aschblonden Anführer der Außerirdischen aus BUDDY HAUT DEN LUKAS (1980) kennen dürften.
Wenn Porno-Szenen das Highlight eines Nicht-Pornos sind, dann läuft etwas schief, und genau so ist es hier.
Die wenigen Raumschiff-Modelle und Sets, die wie aus den 60er-Jahren aussehen, stammen aus Brescias vorherigen Space-Operas. Diese Art der Wiederverwertung kennt man nur allzu gut, und wäre auch nicht schlimm, würde man nicht permanent an den anderen Dingen scheitern. Brescia scheitert hier aber an allem, und mit ihm die Leute vor und hinter der Kamera. Statt Spannung bekommt man öde Dialoge zwischen dummen Figuren, langweilige Sex-Szenen (die mit Onaf ausgenommen) und ein unfassbar armseliges Finale mit einer Handvoll Androiden, die alle wie Otto Waalkes aussehen. Der Birkenwald durch den Nebelschwaden ziehen und die grünen und orangen Latexanzüge des Außenteams sind noch am überzeugendsten. Musikalisch wird man von Marcello Giombini berieselt.
DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM ist unfassbar schlecht, und doch kann ich diesem Machwerk einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen.
(Bjoern Candidus)