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Urban Legend, 1998 – ★½

DÜSTERE LEGENDEN
(URBAN LEGEND, Kanada, USA, 1998, Regie: Jamie Blanks)

Auf dem Campus der Pendleton Universität kommt es zu einer Reihe von Morden. Eine Studentin erkennt die Verbindung zu urbanen Legenden und glaubt nicht an einen Zufall, denn schließlich ist das das Thema im Folkorekurs von Dr. Wexler. 

Der Erfolg von SCREAM (1996) löste eine ganze Wellen von Slashern aus, die ein Großteil des Spät-90er-Horrorkinos ausmachten. Die meisten dieser Produktionen sind leider mehr schlecht als recht. DÜSTERE LEGENDEN von Regisseur Jamie Blanks (STORM WARNING, 2007) ist leider eins dieser schlechten Beispiele. 

In erster Linie krankt die Inszenierung an den unglaublich ätzenden Figuren, was mitunter auch an den schlechten Darstellerinnen wie Alicia Witt und Rebecca Gayheart liegt, und auch ein Jared Leto ist hier wahrlich kein Gold, nervt aber weniger als sein Anhang. Immerhin bekommt Danielle Harris als Klischee-Goth nur wenig Spielraum. Gaststars wie Robert Englund als Uni-Professor und Brad Dourif als Tankwart sind die wenigen darstellerischen Lichtblicke. 

Blanks schafft es auch nicht im Gore-Bereich zu punkten. DÜSTERE LEGENDEN ist ziemlich handzahm und die wenigen spannenden Momente ertrinken in der Ödnis der Figuren. Das Einzige, was hier noch halbwegs funktioniert, ist die Fotografie und der insgesamt erdige Ton der Bilder. Unterlegt wird das Ganze mit einem generischen Score von Christopher Young, der es wirklich mal schöner konnte. 

DÜSTERE LEGENDEN ist ein langweiliger Slasher aus einer zwiespältigen Horrorfilm-Epoche.

(Bjoern Candidus)

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