HIPPIE NICO VON DER KRIPPO
(SQUADRA ANTIFURTO, Italien, 1976, Regie: Bruno Corbucci)
Erneut schlüpft Tomás Milián in die Rolle des Superbullen Nico Giraldi und jagt diesmal eine Gruppe Einbrecher, die ein wichtiges Notizbuch an sich gerissen haben.
Bruno Corbucci liefert im zweiten Teil erneut das, was man von der Reihe erwartet: Action, Stunts und überdrehte Figuren, die sich blöde Sprüche an den Kopf werfen. Leider fehlt ihm die Ausgewogenheit von DIE STRICKMÜTZE (1976), dem Auftakt der Reihe.
Handwerklich geht HIPPIE NICO VON DER KRIPPO auf, liefert immer wieder gekonnte Action-Szenen in Form von Prügeleien oder Verfolgungsjagden mittels Auto oder Motorrad und bringt einen von Set zu Set. Doch Corbucci lässt seine Geschichte immer wieder unnötig ausufern und zieht sie in die länge, dass mir schnell die Lust vergangen ist. Auch in den späteren Teilen bekommt man Tomás Milián immer wieder mit hässlichen Klamotten präsentiert, was zu einer Art Markenzeichen wurde. Hier wird es in nahezu jeder Szene neu befremdlich, wenn sich Milián immer wieder mit neuer Kleidung präsentiert. Relativ am Anfang wird die Grenze des guten Geschmacks bereits empfindlich getroffen, wenn Bombolo, der auch in den späteren Teilen der Reihe immer wieder auftauchen wird, gezwungen wird, seine Kacke zu essen, die er vorher bei einem Einbruch auf den Sesseln hinterlassen hat. Guten Appetit!
HIPPIE NICO VON DER KRIPPO ist nicht der gelungenste Teil der Reihe, auch wenn die Zutaten letztlich vorhanden sind, einschließlich den Gebrüdern De Angelis, die für den Score sorgen, der diesmal auch etwas nervig ausgefallen ist.
(Bjoern Candidus)