ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST
(I KNOW WHAT YOU DID LAST SUMMER, USA, 1997, Regie: Jim Gillespie)
Julie, Helen, Barry und Ray fahren mit dem Auto eine Küstenstraße entlang. Dabei überfahren sie einen Mann, der plötzlich auf der Straße auftaucht. Doch statt den Unfall zu melden, lassen sie den Mann im Meer verschwinden und schwören, über den Vorfall nie wieder zu sprechen. Ein Jahr später bekommt Julie einen Brief mit der Nachricht: Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast.
Während Wes Cravens SCREAM-Reihe weiterging hatte sein Drehbuchautor Kevin Williamson bereits das nächste Projekt am Hals: das Drehbuch für einen weiteren Slasher, den diesmal Jim Gillespie (D-TOX, 2002) inszenieren sollte.
ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST startet mit einem atmosphärischen Küsten-Setting. Das Meer tobt entlang einer Küstenstraße, die von dem Hauptproblem befahren wird: Jennifer Love Hewitt als Julie, Sarah Michelle Gellar als Helen, Ryan Phillippe als Barry und Freddie Prince Jr. als Ray. Vier dümmliche Figuren, die von wenig bis gar nicht talentierten Darstellern verkörpert werden und die direkt die einsilbigen Dumpfbirnen der 80er-Slasher herbeisehnen. Würden sie wenigstens schnell abtreten, aber nein. Gillespie quält einen zusätzlich mit Spannungsarmut, abgedroschenen Schockeffekten und harmlosen Kills. Einzig das Erscheinungsbild des Killers mit Öljacke, Fischerhut und Haken hat mir gefallen und mich ans Giallo-Kino erinnert.
Zu keiner Zeit gelingt es ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST mit irgendwas zu überzeugen. Entweder die flachen Figuren nerven einen mit ihrem affektierten Verhalten oder die ärmlichen Versuche, eine packende Story zu erzählen, scheitern der Reihe nach. Alles ist hohl und ausdruckslos.
(Bjoern Candidus)