ICH WEISS NOCH IMMER WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST
(I STILL KNOW WHAT YOU DID LADT SUMMER, USA, 1998, Regie: Danny Cannon)
Karla, die beste Freundin von Julie, gewinnt eine Reise für vier Personen auf die Bahamas. Carla bietet Julie an, mitzukommen und noch ihren Freund Ray zu fragen. Doch Ray lehnt aus Zeitgründen ab. Stattdessen begleitet sie Will und Tyrell. Die Vier treten ihren Urlaub an, der zu einem Alptraum werden wird, denn Julies Vergangenheit reist mit, und sie hat einen Haken.
Wer hätte gedacht, dass ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (1997) jemals eine Fortsetzung bekommen würde? Vermutlich viele, da der Film erfolgreich in den Kinos lief und Slaher wieder angesagt waren.
Doch schon der erste Teil, der immerhin auf einem Skript von Kevin Williamson basiert, ließ bereits die Stärke eines SCREAM (1996) vermissen. Und so liefert auch ICH WEISS NOCH IMMER WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST quälende Darsteller wie Jennifer Love Hewitt, die in erster Linie dumm grinst oder in den Panikmodus rutsch oder Freddie Prinze Jr., der so viel Ausstrahlung besitzt wie ein leerer Eimer. Das gilt auch für den Rest der Bande, und Jeffrey Combs und Frank Black machen es nicht besser. Black macht es sogar noch schlimmer. Von dem sehr dummen Handlungskonstrukt will ich erst gar nicht anfangen, denn das gehört ja fast zum guten Ton des Slasherkinos. Die wenigen Ansätze von Spannung sind in erster Linie dem verregneten Insel-Schauplatz geschuldet, den es im Rahmen des Slasher-Kinos relativ selten gibt, obwohl es natürlich ein toller Ort ist, um nicht entkommen zu können. Hier kann Regisseur Danny Cannon wenigstens ein bisschen Atmosphäre erzeugen, die natürlich nicht lange hält, weil der nächste Pfosten des Storykonstrukts samt Darstellern zusammenbricht. Da helfen auch die Kills nicht, die minimal härter ausgefallen sind als im Vorgänger.
Wer bei ICH WEISS NOCH IMMER WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST Nichts erwartet, wird davon auch ganz viel bekommen. Versprochen.
(Bjoern Candidus)