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Frequent Death, 1988 – ★★★

FREQUENZ MORD
(FRÉQUENCE MUERTE, Frankreich, 1988, Regie: Élisabeth Rappeneau) 

Jeanne Quester ist nicht nur eine erfolgreiche Psychotherapeutin, sondern auch eine Radiomoderatorin, die eine Talksendung moderiert, in der sie Lebensratschläge gibt. Sie selbst quält sich mit einem Ereignis aus ihrer Kindheit herum, denn ihre Eltern wurden ermordet, und sie hat ihre Leiche gefunden. Als sich plötzlich ein ominöser Anrufer meldet, rückt ihre dunkle Vergangenheit immer mehr in die Gegenwart und bedroht das Leben von Jeanne und ihrer Tochter Pauline.

Regisseurin Élisabeth Rappeneau hat mit FREQUENZ MORD Stuart Kaminskys Roman „When the Dark Man calls“ (1983) adaptiert und einen ansehnlichen Psycho-Thriller gedreht, der sich gut in die Reihe von Radishow-Filmen wie SADISTICO (1971), TALK RADIO (1988) oder PONTYPOOL (2008) einreihen lässt. Vielmehr geht es aber um Catherine Deneuve als Jeanne Quester, die bedroht wird und glaubt, es sei Faber, der kürzlich entlassene Mörder ihrer Eltern. Es entwickelt sich ein solider Thriller mit ein paar spannenden Momenten und einer durchweg düsteren Atmosphäre. Neben dreckigen und heruntergekommenen Gegenden bietet FREQUENZ MORD aber auch einen schönen 80er-Look, wenn es z.B. in die Radiostation geht. Action sollte man nicht erwarten, und ab der Hälfte setzen kleinere Mangelerscheinungen ein, die zu einem Finale führen, was nicht allzu gut durchdacht wurde. 

Nichtsdestotrotz hat Élisabeth Rappeneau mehr richtig als falsch gemacht und mit FREQUENZ MORD ein guten Beitrag im französischen Thrillerkino der 80er-Jahre geliefert. 

(Bjoern Candidus)

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