DAS HAUS DES BÖSEN
(SOMETHING EVIL, USA, 1972, Regie: Steven Spielberg)
Eine Familie kauft sich ein schickes Haus auf dem Land und muss schnell feststellen, dass es negativ belastet ist. Besonders Marjorie (Sandy Dennis), die mit ihren beiden Kindern Laurie und Stevie viel allein ist, da ihr Mann Paul (Darren McGavin) beim Fernsehen arbeitet, bekommt die Schwingungen des Hauses zu spüren.
In dieser sehr frühen Regiearbeit von Steven Spielberg (ein Jahr vorher drehte er DUELL) greift er bereits Themen auf, die er einige Jahre später in POLTERGEIST realisierte.
Sieht man von der überflüssigen Eröffnungssequenz ab, startet der Film kriechend, was ihm zugute kommt. Langsame Spannungsaufbauten beherrscht Mr. Spielberg. Ebenso gelingt es ihm, mit unheimlichen Geräuschen, Unwetter und einer latent bedrückenden Stimmung eine Atmosphäre der Angst zu erzeugen. Natürlich sollte man sich bewusst sein, dass es sich hier um eine TV-Produktion handelt, die sich immer nur in ihren begrenzten Möglichkeiten aufhält.
Okkultismus, Pentagrammschnickschnack, Besessenheit und eine Mutter, die um ihre Kinder und ihren eigenen Verstand kämpft… DAS HAUS DES BÖSEN ist weder innovativ noch irgendwie herausragend, aber insgesamt solide inszeniert und gut besetzt.
(Bjoern Candidus)