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Cat’s Eye, 1985 – ★★★★

KATZENAUGE*
(CAT‘S EYE, USA, 1985, Regie: Lewis Teague)

KATZENAUGE, Lewis Teagues (CUJO, 1983) zweite Stephen King-Adaption, gehört für mich zu den Feel-Good-Horrorfilmen, die sowohl inhaltlich als auch darstellerisch und visuell überzeugen. Aufgebaut ist der Film wie ein Episodenfilm, den aber ein roter Faden durchzieht: ein Katze. Die Katze hat einen Auftrag: sie muss ein Mädchen vor einem bösen Kobold retten, der hinter den Wänden haust. Und so begibt sich der Stubentiger auf eine gefährliche Reise und verbindet die drei Episoden „Quitters Inc.“, „Der Mauervorsprung“ und „Der General“ miteinander.

In „Quitters Inc.“ erlebt man James Woods als Dick Morrison, der an einem ganz besonders perfiden Richtraucher-Programm teilnimmt. Bei der Nichteinhaltung der strengen Regel folgen Sanktionen gegen seine Frau und seine kleine Tochter. Hier zeigt Woods mal wieder sein Können und muss sich einigen sehr fiesen Situationen entgegenstellen. Ganz tolle Szene, wenn Morrison auf einer Party ist, auf der jeder raucht, selbst Kinder.

In „Der Mauervorsprung“ wird Johnny Norris, dargestellt von Robert Hays, von Gangsterboss Cressner gezwungen, den Mauervorsprung eines Hochhauses zu umrunden. Als Belohnung bekommt er die untreue Geliebte Cressners und 20.000 Dollar. Eine spannende Idee, die vor allem visuell sehr gut umgesetzt wurde und gerade Menschen mit Höhenangst kribbeln lassen dürfte. Und mit Kenneth McMillan als Cressner hat man den Richtigen für den Widerling am Start. Beide Storys befinden sich in Stephen Kings Kurzgeschichtensammlung „Nachtschicht“.

Die dritte Episode, „Der General“, wurde, wie die Rahmenhandlung, extra für den Film konzipiert. Die Katze erreicht ihr Ziel: das Haus in dem die kleine Amanda lebt, die von der damals 10-jährigen Drew Barrymore, dargestellt wird. Hier kommt es dann zur großen Schlacht zwischen der Katze, die General getauft wird und einem garstigen Kobold. Auch hier werden tolle Masken und Trickeffekte aufgefahren, die KATZENAUGE zu einem würdigen Abschluss führen. 

Teague mixt sämtliche Zutaten zusammen, die er geschickt über die Episoden verteilt. Trotz einiger sadistischer Ideen streut er immer wieder Schwarzen Humor mit rein, der für einige höchst skurrile Szenen sorgt, bevor das Ganze in einem Mini-Monsterfilm endet. Abgerundet wird der Spaß mit einem Score von Alan Silvestri.

KATZENAUGE gehört zu den unterhaltsamsten King-Adaptionen und zu einem der besten Horror-Episodenfilme. 

(Bjoern Candidus)

* Podcast-Besprechung bei „Antenne Traumstadt“

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