DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN
(SEIZURE! Kanada, USA, 1974, Regie: Oliver Stone)
Der Schriftsteller und Maler Edmund Blackstone empfängt über das Wochenende eine Handvoll Freunde. Doch es kommen mehr Gäste als erwartet, denn plötzlich erscheinen drei Personen, die seinem letzten Horror-Roman erschreckend ähneln, und die wollen nichts Gutes. Ein teuflisches Spiel beginnt.
Nicht immer hinterlässt ein Debütfilm bleibende Eindrücke, die eine erfolgreiche Karriere erahnen lassen. Oliver Stones erster Langfilm, DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN, gehört leider dazu.
Trotz guter Ansätze und einer netten 70er-Jahre-Horror-Atmosphäre, ertrinkt die Inszenierung in Geschwätz, und es dauert recht lange, bis irgendetwas passiert, um einen bei Laune zu halten. Wenn das Geschehen dann etwas in die Gänge kommt, ist dies vor allem Martin Beswick geschuldet, die hier als Herrscherin des Bösen mit ihren Begleitern aufmarschiert. Noch mehr Schönheit bekommt man mit Mary Woronov. Der gequälte Autor und Maler Edmund Blackstone wird von Jonathan „Barnabas Collins“ Frid verkörpert. Leider ist der Rest der Besetzung keine Offenbarung, und gerade im darstellerichen Bereich hat DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN deutliche Probleme. Aber auch die verworrene Story hat kaum das Potential, einen zu packen. Es mangelt an allem, besonders an Spannung.
DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN ist ein holpriger Auftakt eines großen Regisseurs, der bereits mit seinem Folgefilm DIE HAND (1981) in eine weitaus bessere Richtung steuerte.
(Bjoern Candidus)