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The Hills Have Eyes Part 2, 1984 – ★★

TODESTAL DER WÖLFE
(THE HILLS HAVE EYES PART II, USA, 1984, Regie: Wes Craven)

Acht Jahre nach dem Überfall einer Kannibalen-Sippschaft auf die Familie Carter, rät ein Psychologe Bobby Carter den Tatort mit seinen Freunden wieder aufzusuchen, um sich der Vergangenheit zu stellen. Seine Freunde wollen in der felsigen Gegend mit ihren Motocrossrädern fahren, um dem tristen Alltag zu entkommen. Doch Bobby beschließt, an dem Trip nicht teilzunehmen. Stattdessen fährt Ruby mit, die einst mit Hilfe von Bobby aus ihrer kannibalischen Familie fliehen konnte. Als die Clique die Wüste erreicht, dauert es nicht lange, bis sie von Pluto und dem Reaper angegriffen werden, die ihre Behausung in einer alten Silbermine gefunden haben. 

Kurz vor der Produktion von NIGHTAMRE ON ELM STREET im Jahre 1984 arbeite Wes Craven an der Fortsetzung zu HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN (1977), den er aber nicht fertigstellen konnte, da das Budget aufgebraucht war. Erst nach dem Erfolg mit Freddy Krueger wollte das Studio, dass Craven aus dem bereits vorhanden Material von TODESTAL DER WÖLFE einen fertigen Film schneiden sollte. Doch das Ergebnis war zu kurz und so baute das Studio Szenen aus dem Vorgänger ein, die als Flashbacks dienen. Aber das ist das kleinste Problem von Cravens Fortsetzung, mit der er selbst gar nichts mehr zu tun haben wollte. 

Die ganze Prämisse von TODESTAL DER WÖLFE ist ziemlich absurd. Man gewinnt Robert Houston als Bobby zurück, der sein Trauma bewältigen soll, was er seit acht Jahren mit sich herumschleppt und bleibt dann einfach zu Hause. Stattdessen lässt man wahllos zusammengestellte junge Leute in die Pampa fahren, begleitet von der Tochter der Kannibalen. Ruby wird immerhin erneut von Janus Blythe dargestellt. Schäferhund Buddy ist auch wieder dabei, der im Vorgänger Pluto an den Kragen wollte. Pluto wird wieder von Michael Berryman verkörpert, der diesmal Unterstützung von John Bloom als Reaper bekommt. 

Leider ist es Craven nicht gelungen, die bedrohliche Atmosphäre seines Vorgängers zu wiederholen. Statt Tageslicht, was HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN domiert, gibt es hier sehr viel Dunkelheit, die zwar teilweise spannende Momente bereithält, aber vieles auch nur erahnen lässt. Die Action und Gewalt wurde ebenfalls deutlich reduziert und hat keinen Eindruck hinterlassen. Harry Manfredini sorgt für bekannte FRIDAY THE 13TH-Klänge, die die wenigen gelungenen Szenen des Films passend untermalen. Doch leider ist die Inszenierung durchzogen von langweiligen Szenen mit charakterlosen Figuren, die mir völlig egal waren. Hatte Familie Carter noch Format, ist man hier in der Welt der Austauschbaren, sieht man von Michael Berryman ab, der dem Film auch nichts abgewinnen konnte.

TODESTAL DER WÖLFE ist eine maue, völlig überflüssige Fortsetzung eines starken Vorgängers. 

(Bjoern Candidus)

←The Hills Have Eyes, 1977 – ★★★★
976-EVIL, 1988 – ★★★½→

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