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Syngenor, 1990 – ★★★

SYNGENOR – DAS SYNTHETISCHE GENEXPERIMENT
(SYNGENOR, USA, 1990, Regie: George Elanjian Jr.)

Syngenor sind synthetisch-genetische Organismen, die als Kampfeinheiten gezüchtet wurden, die in zukünftigen Kriegen den Mensch ersetzen sollen. Sie besitzen große Kräfte, die Fähigkeit, Verletzung binnen kurzer Zeit verheilen zu lassen und reproduzieren sich alle 24 Stunden selbst. Doch der verrückte Konzernchef Cater Brown von Norton (!) Cyberdyne (!) Corporation lässt einen Syngenor frei, der seinen friedlichen Erschaffer in seiner Garage ermordet. Susan, die Nichte des Ermordeten, geht gemeinsam mit dem Reporter Nick auf Spurensuche. 

George Elanjian Jr. hat in seinen B-Horror-Scifi-Monsterfilm sämtliche Zutaten gemixt, die man im 80er-Jahre-Kino zu genüge, sehr viel besser, aber auch sehr viel schlechter serviert bekommen hat. Zwar ist die Inszenierung von sehr vielen öden Dialogen durchzogen, doch Elanjian sorgt zumindest in regelmäßigen Abständen immer wieder für Unterhaltung. Zum einen hat man hier David Gale als Konzernchef Cater Brown, der ähnlich wie in RE-ANIMATOR (1985) eine bizarre Performance liefert, zum anderen gibt es ein paar gute Monster- und Gore-Effekte. Wer glaubt, dass Monster schon mal gesehen zu haben, der liegt richtig, denn das gleiche Design wurde bereits in SCARED TO DEATH (1980) von William Molone verwendet, der durch Gigers Alien-Design inspiriert wurde. Das Monster-Kostüm kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn es alles andere als innovativ ist und immer hinter den Erwartungen zurückbleibt, die man laut seiner Beschreibung von ihm hat. So super wie der der Supersoldat sein soll, ist er am Ende dann doch nicht, wenn sich der Kreis zu dem Satz „Man ist sich sicher, zukünftige Kriege werden im Mittleren Osten geführt“ schließt. Unheimlich aktuell wird es, wenn man gleichzeitig eine Karte sieht, auf der der Iran mit einem roten Punkt markiert wird. 

Sieht man von den sehr faden Darstellern ab, David Gale ausgenommen und verzeiht zahlreiche Logikfehler und dummes Geplänkel, bekommt man mit SYNGENOR einen handwerklich soliden B-Film vor einer Hochhaus-Kulisse mit leicht futuristischem Anstrich geboten. 

(Bjoern Candidus)

←976-EVIL II, 1992 – ★½
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