DIE RACHE DES PHARAO
(THE CURSE OF THE MUMMY‘S TOMB, GB, 1967, Regie: Michael Carreras)
Zwei Ägyptologen, ein Professor und seine Tochter entdecken den Sarkophag des Pharao Ra-Antef, den sie nach London transportieren lassen. Doch damit folgt ihnen ein Fluch, der die Mumie im Sarkophag auferstehen lässt, um ihren Störenfrieden den Garaus zu machen.
Der zweite Mumienfilm aus den Hammer-Studios nach DIE RACHE DER PHARAONEN (1959) wurde diesmal von Michael Carreras inszeniert, der leider die wundersame Atmosphäre von Terence Fishers Mumienfilm nicht wiederholen konnte. Das wäre gar nicht das Problem, könnte sich die Inszenierung mit anderen Dingen auszeichnen.
Anfänglich sieht DIE RACHE DES PHARAO noch recht vielversprechend aus und startet mit einer recht derben Szene in einer (Studio-) Wüste, in der einem Mann explizit die Hand abgehackt wird. Die ersten 15 Minuten spielt die Geschichte in Ägypten, bevor man kurz auf einen Schiff umsiedelt, was die Entdecker samt Mumie nach London transportiert. Zwar versucht man sich auch hier an Atmosphäre durch Lichtsetzung und musikalischer Untermalung, doch alles wirkt uninspiriert und steif. Gleiches gilt auch für die Darsteller. Keine Cushing, kein Lee, stattdessen Terence Morgan, Ronald Howard und einigen anderen drögen Herrschaften, die die Inszenierung ausbremsen. Da hilft auch Michael Ripper als Ägypter nicht, um hier Lebendigkeit zu erzeugen. Leider liefert auch die lieblos dahin wackelnde Mumie keine anständige Performance, um Terror zu verbreiten, wenn sie nach einer gefühlten Ewigkeit überhaupt mal auftaucht.
Eine langweilige Geschichte, öde Figuren und ein Mangel an zauberhaften Bildern machen DIE RACHE DES PHARAO zu einer der misslungensten Hammer-Produktionen.
(Bjoern Candidus)