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Batman Returns, 1992 – ★★★★½

BATMANS RÜCKKEHR
(BATMAN RETURNS, GB, USA, 1992, Regie: Tim Burton)

Es ist Weihnachten, und Gotham City bereitet sich auf das große Fest vor. Doch an anderer Stelle laufen ganz andere Vorbereitungen, denn in der Kanalisation treibt ein Schurke namens der Pinguin sein Unwesen, der die Macht über Gotham City an sich reißen will. Das ruft Batman auf den Plan, der es zusätzlich noch mit dem Großindustriellen Max Shreck und der kratzbürstigen Catwoman zu tun bekommt. 

Nachdem Tim Burton mit seinem BATMAN (1989) für Warner Bros. viel Geld einbrachte, war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Fortsetzung folgen sollte. Trotz der visuellen Reize und dem finstern Ton des Erstlings, war Burton selbst wenig beeindruckt von dem Ergebnis und machte die kreative Kontrolle für BATMANS RÜCKKEHR zur Voraussetzung, um erneut Regie zu führen. Nach einigen Änderungen im Skript gab es dann grünes Licht für die Rückkehr des Dunklen Ritters, dessen Cape erneut Michael Keaton umwerfen durfte.   

Zeigte sich BATMAN schon von einer düsteren Seite mit einem garstigen Jack Nicholson als Joker, wird es mit BATMANS RÜCKKEHR noch mal schwärzer. Das liegt zum einen an den bizarren Sets und der kreativen Ausstattung, die in der Tat noch mehr die Handschrift Burtons zeigt, zum anderen an den Figuren, die insgesamt sehr viel gelungener sind als im Vorgänger. Danny DeVito präsentiert sich als Oswald Cobblepot alias der Pinguin unglaublich eindrücklich. Sein Make-up und das gesamte Kostüm ist geradezu abstoßend und erschreckend und erinnert sehr viel mehr an einen Horrorfilm als an einen Superheldenfilm. Hier ist der Pinguin wahrlich monströs und handelt auch so. Alles andere als monströs ist die gute Michelle Pfeiffer, die als Catwoman in Latex ordentlich was hermacht. Aber Pfeiffer weiß auch darstellerisch zu überzeugen, und es gibt ein paar witzige Szenen mit ihr, bevor Christopher Walken als ihr Chef Max Shreck ihr Leben beendet, was sie kurze Zeit später durch eine Horde von Katzen zurückbekommt, damit sie als Catwoman auf einen Rachefeldzug gehen kann. Wie Keaton, der erneut einen fabelhaften Bruce Wayne / Batman abgibt, kehren auch Michael Gough als Alfred und Pat Hingle als Commissioner James Gordon zurück. Darstellerisch ist man also auf hohem Niveau, was sich jeder Zeit auszahlt. Ebenfalls wieder an Bord: Danny Elfman, der die alptraumhaften Bilder untermalen durfte.  

BATMANS RÜCKKEHR besticht durch Burtons bizarre Ästhetik, die an ein düsteres Märchen erinnert. Es ist Weihnachten, Schnee fällt und Gotham City wird von dem Pinguin und seiner Gang terrorisiert. Burton gelingt es noch mehr als im Vorgänger, ein wunderbares Gleichgewicht aus Charakterzeichnungen, Spannung, Action und Atmosphäre aufrecht zu halten, in dem die Inszenierung nie überladen wird, trotz wahnsinnig vieler Details. Wo man auch hinguckt, Burton sorgt für eine phantastische Entdeckungsreise durch sein morbides Batman-Universum, die toll fotografiert und ausgeleuchtet wurde. 

BATMANS RÜCKKEHR gehört zu den stärksten Kino-Beiträgen des Dunklen Ritters und zu einem der schönsten und außergewöhnlichsten Blockbuster der 1990er-Jahre.

(Bjoern Candidus)

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