HELLGATE
(Südafrika, USA, 1989, Regie: William A. Levey)
Der Geist einer in den 50er-Jahren vergewaltigten und getöteten Frau irrt ruhelos durch die verlassene Westernstadt „Hellgate“. Ausgerechnet in diese Stadt verirrt sich eine Gruppe junger Leute, die sich bald mit den Mächten der Finsternis konfrontiert sehen.
Regisseur William A. Levey (BLACKENSTEIN, 1973) fährt hier ganz viel Horror-Kitsch auf, der immer zwischen annehmbar und schlecht hin- und herpendelt. Zu einer Handvoll Gore gibt es einige nette und vor allem krude Einfälle, wie z.B. einen Monstergoldfisch oder eine untote Schildkröte. Dazu präsentiert Levey eine richtig atmosphärische Westernstadt, die von Zombies bewohnt wird und an die ein Jahr zuvor entstandene Empire-Produktion GHOST TOWN erinnert. Die Effekte sind billig, besitzen aber einen liebevollen Charme. So gering wie das Budget war, so gering ist auch das schauspielerische Talent der Darsteller, die sich hier versammeln. Aber wer würde bei solch einer Produktion schon Glanz erwarten?
Insgesamt wirkt HELLGATE wie eine zu lang geratene Folge von TALES FROM THE CRYPT. Immer wieder wird die Inszenierung von unnötigen Szenen ausgebremst, in denen besonders die dümmlichen Darstellern zu Wort kommen. Lässt man sich von denen aber nicht allzu sehr stören, kann man immer noch passabel unterhalten werden, denn an Phantasie mangelt es hier nicht.
(Bjoern Candidus)