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Hellraiser: Revelations, 2011 – ★★½

HELLRAISER: REVELATIONS – DIE OFFENBARUNG
(HELLRAISER: REVELATIONS, USA, 2011, Regie: Victor Garcia)

Die beiden besten Freunde Nico und Steven bekommen auf ihrem Urlaubstrip in Mexiko eine Puzzlebox in die Hände, die ihnen ein Obdachloser überreicht. Dem Versprechen folgend, neue Erfahrungen zu sammeln, öffnet Nico die Box und ruft die Cenobiten herbei, die ihn mitnehmen, während Steven verstört zurückbleibt. Doch der Alptraum beginnt erst, als Nico ohne Haut zurückkehrt und seinen Freund bittet, für ihn zu morden.

Das Wichtigste zu Beginn: Rick Bota hat beim neunten Teil des Hellraiser-Franchise nicht Regie geführt, sondern Victor Garcia. Schnell merkt man dem Film auch einen anderen Stil an, der mich anfangs allerdings ebenso abgeschreckt hat, da es hier zum Einsatz von einer Handkamera kommt, die einem erst mal Wackelbilder à la Found-Footage beschert. Glücklicherweise löst man sich schnell davon. 

Die Story selbst orientiert sich ein wenig an die des ersten Teils und bringt einen Obdachlosen als Überbringer der Puzzlebox zurück, sowie die Cenobiten-Säule und Ketten mit Haken, die hier insgesamt wieder mehr zu tun bekommen. Der Farbanstrich der Cenobitenhölle, die hier lediglich aus einem Raum besteht, orientiert sich an HELLRAISER (1987) und HELLBOUND – HELLRAISER II (1988) und lässt die Hässlichkeit von HELLRAISER VI – VIII schnell vergessen. Der Gore-Faktor hält sich zwar in Grenzen, dennoch gibt es mehr Blut und Gewalt zu sehen als in den letzten Teilen. Die Effekte und das Make-up sind gar nicht so schlecht ausgefallen, bedenkt man das schmale Budget von gerade mal 300.000$, die gegen 3.000.000$ stehen, die HELLRAISER VIII – HELLWORLD verschlungen hat. Es ist ohnehin kein Geheimnis, dass HELLRAISER: REVELATIONS lediglich entstanden ist, damit Dimension Films die Namensrechte nicht verliert. 

Was hier komplett in die Hose gegangen ist: Stephan Smith Collins als Pinhead, der permanent so ausschaut, als wollte er vergeblich kacken, was schon das Cover zeigt. Sei Auftritt ist geradezu erbärmlich. Der Ausgleich kommt mit den anderen Cenobiten, deren Wunden ganz gut ausschauen. Seit Teil 3 war Gary J. Tunnicliffe für das Make-up verantwortlich, der hier auch die Story und das Drehbuch beigesteuert hat. 

Die Story über die beiden Freunde ist gar nicht so übel. Mit Nick Eversman (Steven) und Jay Gillespie (Nico) ist man halbwegs solide unterwegs. Die meiste Zeit bekommt man es aber mit ihren Eltern zu tun, die sich getroffen haben, um über das geheimnisvolle Verschwinden ihrer Söhne zu beratschlagen. Deren Laune ist ohnehin auf dem Tiefpunkt und wird im weiteren Verlauf des Films nicht besser, schon gar nicht, als Steven zurückkehrt.

Bei meiner damaligen Erstsichtung hat mich HELLRAISER: REVELATIONS herb enttäuscht, aber im Zuge der chronologischen Wiedersichtungen aller Teile, ist dieser neunte Teil etwas gewachsen. In erster Linie liegt das an der Story, die viel angenehmer erzählt wird als in den letzten Teilen, die vor allem aus nervigen Schock- und Alptraum-Sequenzen bestanden. Garcias Film ist kein guter, und es ist vor allem der fürchterliche Pinhead, der als Schandfleck einiges kaputt macht, aber unter dem Strich hat mich dieser Teil besser unterhalten als die letzten drei.

(Bjoern Candidus)

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