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New Year’s Evil, 1980 – ★★½

ROCKNACHT DES GRAUENS
(NEW YEARS EVIL, USA, 1980, Regie: Emmett Alston)

Die Sängerin Diane Sullivan aka Blaize moderiert in der Silvesternacht eine große Musikshow, die in unterschiedlichen Gebieten der USA mit unterschiedlichen Zeitzonen ausgestrahlt wird. Die Hörer haben die Möglichkeit, während der Sendung anzurufen, was auch ein Killer nutzt, der so seine Morde ankündigt. Aber was hat Diane mit den Morden zu tun? 

Mit Baujahr 1980 ist dieser Film mit der ersten großen Slasher-Welle angespült worden, die durch Carpenters HALLOWEEN (1978) ausgelöst wurde. Besonders Feiertage wurden benutzt, um das Grauen zu entfesseln. Hier steht, wie der Originaltitel verrät, Silvester auf dem Programm, was aber zur reinen Nebensächlichkeit verkommt. 

Die Regie bei dieser Cannon-Produktion führte Emmett Alston (DEMON WARP, 1988), dem es zumindest teilweise gelungen ist, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, wenn man nicht gerade auf die Bühne schaltet, wo die beiden Bands Shadow und Made in Japan im Wechsel ihre Punk-Rock-New-Wave-Liedchen vor Fans von der Straße trällern. Ich bin kein großer Freund von diesen Konzerteinlagen in Horrorfilmen. Bei Filme wie TRICK OR TREAT (1986) oder BLACK ROSES (1988) hatte ich auch nur bedingt Spaß. Aber so albern wie in ROCKTOBER BLOOD (1984) ist es hier dann auch nicht.

Die Darsteller Roz Kelly, Kip Niven, Grant Cramer, Taaffe O‘Connell usw. geben sich Mühe, konnten mich aber leider überhaupt nicht abholen, und besonders nervig sind die vielen Unterhaltungen, die die Spannung immer wieder ausbremsen. Alston punktet eher in der zweite Hälfte seiner Inszenierung. Man erfährt schnell, wer der Killer ist und begleitet ihn manchmal wie in MANIAC (1980), was ihn allerdings nicht rundum überzeugend macht. Wenn er zur Tat schreitet, gibt es ein paar durchaus spannende Momente, die von meist unspektakulären Morden begleitet werden. In dieser Hinsicht ist der Film relativ handzahm, was aber überhaupt nicht stört.

ROCKNACHT DES GRAUENS braucht etwas, um in Fahrt zu kommen, liefert wenig Highlights, stattdessen viel Gerede, ist aber in der Gesamtheit ein solide gezimmerter Slasher, der Fans des Genres durchaus befriedigen dürfte. 

(Bjoern Candidus)

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