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Monster on the Campus, 1958 – ★★½

DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT (MONSTER ON THE CAMPUS, USA, 1958, Regie: Jack Arnold)

Inmitten der heilen Welt einer Vorstadt bekommt Professor Donald Blake einen Fisch (Coelacanth, bzw. Quastenflosser) aus Madagaskar geliefert, dessen Spezies bereits Millionen Jahre alt ist und eigentlich als ausgestorben gilt. Als der Fisch auftaut, bedient sich ein Hund an dem Tauwasser. Kurze Zeit später wird das Tier aggressiv. Als Blake den Fisch untersucht, verletzt der sich an seinem Schuppenpanzer, was dazu führt, dass sich der Professor schnell unwohl fühlt. Seine Assistentin Molly verarztet ihn und bringt ihn nach Hause. Als ihn Madeleine, seine Freundin, vermisst, startet sie die Suche. Sie findet Donald bewusstlos, und neben ihm liegt die tote Molly. 

Jack Arnolds letzter Monsterfilm für die Universal Studios fühlt sich etwas an wie eine Art Best-of-Jack-Arnold-Monster-Kino, doch leider setzt er sein Können nur bedingt fort.  

Das Vorstadt-Setting und die recht sympathischen Figuren sorgen für eine heimelige Atmosphäre, in die das Grauen langsam Einzug erhält. Es vergeht allerdings nicht viel Zeit, bis man den urzeitlichen Fisch präsentiert bekommt. Das Fisch-Modell sieht noch ganz nett aus, aber die später auftauchende Ur-Libelle hätte man sich gerne verkneifen können. Und da der Professor auch verletzt wurde, hält die Vergiftung durch den Fisch auch für ihn eine besondere Veränderung bereit: er darf sich in einen Neandertaler verwandeln und Menschen töten, was etwas Ken Russells DER HÖLLENTRIP (1980) vorwegnimmt. 

Leider will in DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT keine Spannung aufkommen, da alles viel zu offensichtlich ist und sich Arnold viel zu viel Zeit lässt, den bereits erahnenden Schrecken loszulassen. Nimmt der Film dann endlich an Fahrt auf, ist er schon fast vorbei. Der Charme von DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS (1954) ist genau so wenig zu spüren wie die Größe von TARANTULA (1955) oder die tollen Tricks aus DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C (1957). Alles läuft etwas auf Sparflamme, allerdings nicht die Kamera, den die Inszenierung wurde immerhin schön fotografiert.

Eine solide Besetzung, in ihrer Qualität wechselnde Effekte und ein wenig Charme können DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT noch über Wasser halten. Arnolds großer Abgesang vom Monsterkino ist er leider nicht.

(Bjoern Candidus)

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