TARANTELN – SIE KOMMEN UM ZU TÖTEN
(TARANTULAS: THE DEADLEY CARGO, USA, 1977, Regie: Stuart Hagmann)
Hochgiftige Vogelspinnen werden unwissentlich von Mexiko in die USA geschleust, wo sie eine Kleinstadt in Kalifornien angreifen. Gemeinsam suchen die Bewohner nach einer Lösung des Problems, denn die Anzahl der Toten wächst stetig.
Nach einem spannend inszenierten Anfang, in dem die todbringenden Vogelspinnen in einem Frachtflugzeug aus Kaffeebohnensäcke krabbeln und die gesamte Crew töten, beginnt TARANTELN – SIE KOMMEN UM ZU TÖTEN bereits die Luft auszugehen. Es dauert ewig bis das Flugzeug geborgen und die Gefahr entdeckt wird, die von Mexiko in die USA geschleust wurde. Wie in dem um Welten besseren MÖRDERSPINNEN (1977), der in Arizona gedreht wurde, ist auch Stuart Hagmanns TV-Produktion in einer kleinen Stadt angesiedelt, nur eben in Kalifornien, und da ist eine Orangenplantage nicht weit, die hier wichtig wird. Doch leider passiert in der Zwischenzeit nicht viel. Die Spinnen finden nur wenig Opfer und die Angriffe sind kaum bis gar nicht zu sehen. Immerhin stirbt ein Kind am Biss einer Spinne, was für TV-Verhältnisse selten ist.
Unter der Besetzung findet sich Tom Atkins, der leider bereits am Anfang seinen Filmtod stirbt. Sehr öde geht es mit Pat Hingle und Claude Akins zu, die hier aus dem Gerede nicht herauskommen. Reden tut hier jeder viel zu viel, und manchmal habe ich die Spinnen fast vergessen. Das Finale birgt zwar eine clevere Idee, doch die Umsetzung ist so langweilig inszeniert wie der ganze Weg dahin.
Unter den vielen ähnlich gelagerten Tierhorrorfilmen ist TARANTELN – SIE KOMMEN UM ZU TÖTEN weniger zu empfehlen. Handwerklich bewegt man sich zwar in einem soliden Rahmen, doch die Langeweile überwiegt und die Figuren reißen einen einfach nicht mit.
(Bjoern Candidus)