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The Nail Gun Massacre, 1985 – ★½

THE NAIL GUN MASSACRE
(USA, 1985, Regie: Terry Lofton)

Wer so gar keinen Anspruch auf eine Story, Figurenzeichnungen, Effekte und Spannung legt, aber trotzdem einen Rape-and-Revenge-Thriller im Slasher-Gewand sehen will, der darf sich gerne THE NAIL GUN MASSACRE anschauen. Alle anderen schauen sich besser WER GEWALT SÄT (1971) oder LAST HOUSE ON THE LEFT (1972) an. 

Regisseur Terry Lofton versucht es erst gar nicht mit einem Spannungsaufbau und lässt direkt die Katze aus dem Sack. Schon in den ersten Minuten wird eine Frau von einer Gruppe Bauarbeiter auf einer Baustelle auf einem Erdhaufen vergewaltigt. Hat man die fiesen Momente überstanden geht es direkt in den Rache-Modus über. Ein Killer, bekleidet mit einem Motorradhelm und einem Camouflage-Overall, mordet sich mittels Nagelpistole durch die Gegend. Sein Ziel sind die Bauarbeiter, die die junge Frau vergewaltig haben. Oder ist die Frau selbst der Killer? Dabei geht der Killer immer gleich vor. Er schleicht sich an seine Opfer, die er zu Hause oder anderswo aufsucht und erschießt sie mittels Nagelpistole. Die Effekte sind ziemlich billig, aber immerhin gibt es ein paar blutige Momente, die in Verbindung mit dem groben 16mm-Look an das 70er-Jahre Grindhouse-Kino erinnern, vor allem in Verbindung mit dem ländlichen Texas, wo man sich hier aufhält. Überhaupt sieht THE NAIL GUN MASSACRE älter aus, als er ist. Besser macht ihn das leider nicht, aber immerhin kommt so ein Müh Atmosphäre in die ansonsten komplett innovationslose Killer-Nummernrevue. Dass die Darsteller genauso dümmlich sind, wie die platte Story, versteht sich fast von selbst. Immerhin konnte mich der experimentell klingende Score von Whitey Thomas abholen, der die kargen Bilder und die öde Story ganz gut ummantelt.

THE NAIL GUN MASSACRE ist ein armes Beispiel im Gros ähnlicher Filme, was sich lediglich durch seine raue Art der Inszenierung zeigen kann. 

(Bjoern Candidus)

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