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Five for Hell, 1969 – ★★½

TODESKOMMANDO PANTHERSPRUNG
(5 PER I‘INFERNO, Italien, 1969, Regie: Gianfranco Parolini)

Ein Trupp US-Soldaten bekommt einen heiklen Auftrag, bei dem ein von den Deutschen besetztes Schloss in Italien eine zentrale Rolle spielt. Dort sollen wichtige Akten zu einem geheimen Masterplan der Nazis sichergestellt werden. Unter dem Kommando von Lt. Glenn Hoffmann bereitet sich der Trupp auf ein Gefecht vor. Ihnen gegenüber steht SS-Obersturmbannführer Hans Müller mit seiner Einheit. Doch der Widerstand ist bereits in den eigenen Reihen zu finden. 

TODESKOMMANDO PANTHERSPRUNG ist ein typisches Beispiel dafür, wie das italienische Genrekino damals auf erfolgreiche internationale Produktionen reagiert hat. Filme wie DAS DRECKIGE DUTZEND (1967) oder AGENTEN STERBEN EINSAM (1968) sind hier klar zu erkennen, und vor allem die Nazi-Thematik ist eine beliebte, die zu jener Zeit, gerade im Exploitationkino der Italiener, Beachtung gefunden hat. 

Wie die Inhaltsangabe bereits verrät, darf man hier nicht mit Innovationen oder einer spannenden Geschichte rechnen. TODESKOMMANDO PANTHERSPRUNG von Gianfranco Parolini (YETI – DER SCHNEEMENSCH, 1977) setzt von Beginn an auf Action, wenn ein Trupp US-Soldaten in Italien landet und im Rahmen einer Übung ein Schloss überfällt, um eine Akte aus einem Safe zu holen. Danach steht die echte Mission auf dem Plan, die von Gianni Garko als Lt. Glenn Hoffmann angeführt wird. Während sich der Trupp durch italienische Landschaften zum von Nazis besetzten Schloss kämpft, erlebt man Margaret Lee als Helga Richter, die als Spitzel für den Widerstand Informationen sammelt, sehr zum Missfallen von SS-Obersturmbannführer Hans Müller, der vom einzigartigen Klaus Kinski verkörpert wird. Und der scheint hier nichts anderes im Sinn zu haben, als den Körper von Helga Richter zu erkunden und sie zu erpressen. Mit Kinski hat man die halbe Miete drin, und als Nazi-Scherge gibt er ohnehin eine nahezu perfekte Figur ab. Sehr viel weniger Feuer bringt da Gianni Garko als US-Soldat Lt. Glenn Hoffmann mit, der im Italowestern einfach besser aufgehoben war. Fans des Italokinos werden auch weniger Bekannte entdecken, wie Sal Borgese oder Luciano Rossi, die beide auch zur US-Einheit gehören, die ein bisschen Auflockerung mit reinbringen. Ein paar unnötige humorvolle Einlagen konnte sich Parolini leider nicht verkneifen, die den Ton des Films unnötig verzerren.

Der Film ist zügig und durchaus solide inszeniert, wirkt manchmal aber etwas sprunghaft. An Action mangelt es wirklich nicht, und es wird auch fleißig im Kugelhagel gestorben. Hin und wieder gibt es ein paar atmosphärische Momente, z.B. in einem alten Dorf und in den Gemäuern des Schlosses, doch unter dem Strich mangelt es an Spannung und Schauwerten. TODESKOMMANDO PANTHERSPRUNG Film bietet einfach nichts Besonderes.

(Bjoern Candidus)

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