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Puppet Master 4, 1993 – ★★½

PUPPET MASTER IV
(USA, 1993, Regie: Jeff Burr)

Rick Myers, ein junger Wissenschaftler findet den berühmten Koffer von André Toulon mit den Marionetten und dem Elixier, das Leben erschafft. Als sich seine Kollegen auf den Weg zum Bodega Bay Inn machen, schickt der ägyptische Gott Sutekh zwei seiner Dämonen auf die Erde, um den Wissenschaftlern die Formel des Elixiers zu entreißen. Doch Rick bekommt Hilfe von Toulons Marionetten, die sich den Dämonen entgegenstellen. 

Mit PUPPET MASTER IV geht die Reihe diesmal unter der Regie von Jeff Burr weiter, der die DTV-Produktion stilistisch wieder mehr in Richtung der beiden ersten Teile steuert und die finstere NS-Zeit des Prequels PUPPET MASTER 3 – TOULON’S RACHE (1991) verlässt und in der Gegenwart spielt. Auch das vertraute Hotel, das Bodega Bay Inn, dient ein weiteres Mal als Handlungsort.

Statt erneut die Marionetten von ihrer bösartigen Seite zu zeigen, lernt man sie in PUPPET MASTER IV von ihrer hilfsbereiten, freundlichen Art kennen. Die Antagonisten sind kleine Dämonen, die von dem Gott Sutekh entsendet werden, mit denen es die Menschen und die Marionetten Toulons aufnehmen müssen. Während Sutekh von einem Mann im Gummianzug verkörpert wird, werden seine Handlanger via Stop-Motion lebendig. Tricktechnisch ist man hier auf gewohntem Full Moon-Standart unterwegs, um den Puppen das Leben einzuhauchen. 

Die mythologische Erweiterung um Sutekh bringt zwar einen interessanten neuen Aspekt, doch die Inszenierung wirkt streckenweise sprunghaft und die Spannung bleibt auf der Strecke. Auch ist dieser Teil deutlich harmloser, humorvoller und vor allem bunter als sein direkter Vorgänger PUPPET MASTER 3 – TOULON’S RACHE. 

PUPPET MASTER IV ist rein visuell solide gemacht, besitzt die Full Moon-typische Atmosphäre, aber weicht aber in Sachen Spannung und Gore sehr von seinen Vorgängern ab und wirkt insgesamt etwas fade. 

(Bjoern Candidus)

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