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Curse of the Puppet Master, 1998 – ★★

CURSE OF THE PUPPET MASTER
(USA, 1998, Regie: David DeCoteau)

Dr. Magrew ist besessen davon, eine Art Mensch-Puppen-Hybrid zu schaffen. Als Vorbild dienen ihm die Marionetten des André Toulon, die er über eine Auktion an sich bringen konnte. Da kommt ihm der trottelige Robert gerade recht, da der ein Talent hat, Figuren aus Holz zu schnitzen. Er stellt den jungen Mann ein, in den sich prompt Magrews Tochter Jane verliebt, doch das gefällt ihrem Vater gar nicht. Dr. Magrews plant, Robert für seine Experimente zu missbrauchen.

CURSE OF THE PUPPET MASTER ist der nunmehr sechste Eintrag in der Reihe, der sich mehr als Reboot mit den bekannten Marionetten darstellt. Zurück ist auch Regisseur David DeCoteau (PUPPET MASTER III, 1991), der sich ein wenig von der bisherigen Mythologie entfernt und sich auf eine eigenständige, etwas an klassische Frankenstein-Motive angelehnte Geschichte konzentriert. Statt des vertrauten Toulon rückt nun Dr. Magrew ins Zentrum. Dr. Magrew ist zwar ähnlich gezeichnet, auch wenn er andere Beweggründe hat, als André Toulon, doch den Charme eines Guy Rolfe als Toulon besitzt George Peck nicht. Ganz schlimm wird es mit der Figur von Josh Green, der den naiven Robert verkörpert, der mich den ganzen Film lang genervt hat. Besser wird es auch nicht mit der Liebesgeschichte zwischen Robert und Magrews Tochter Jane (Emily Harrison), die CURSE OF THE PUPPET MASTER noch mehr verwässert. Neben den Marionetten, deren mörderisches Verhalten erst im letzten Drittel zur Geltung kommt, bekommt man es noch mit zwei fiesen Cops zu tun, die alle Klischees ausfüllen. 

Stilistisch bleibt der Film trotz neuer Schauplätze dem typischen Full Moon-Flair treu. Atmosphäre ist durchaus vorhanden, dafür mangelt es auf der Spannungsebene. Leider liefern auch die Marionetten kaum Action, was mitunter auch am Ausscheiden von Stop-Motion-Künstler David Allen gelegen haben könnte. Dafür liefert der Titelvorspann ein schönes Best-of-Puppen-Terror der vorherigen Teile. 

CURSE OF THE PUPPET MASTER ist ein leidlicher Versuch, der Reihe neues Leben einzuhauchen. Es sind vor allem die Figuren, die die Inszenierung immer wieder stören.

(Bjoern Candidus)

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