VERFLUCHT, VERDAMMT UND HALLELUJA
(E POI LO CHIAMARONO IL MAGNIFICO, Frankreich, Italien, Jugoslawien, 1972, Regie: Enzo Barboni)
Der mit Spencer/Hill-erfahrene Enzo Barboni (VIER FÄUSTE FÜR EIN HALLELUJA, 1971) schickt diesmal nur Terence Hill ins Rennen. Dieser spielt einen Briten, der sich auf Wunsch seines verstorbenen Vaters im Wilden Westen als richtiger Mann (was auch immer das heißen mag) etablieren soll. Wie das abläuft, darf sich der Hill-Kenner vorstellen. Wobei hier auf übertriebe Flapsigkeit weitestgehend verzichtet wird, bleibt es eine Italowestern-Komödie. Visuell wird richtig was aufgefahren; die Fotografie von Aldo Giordani überzeugt. Man sieht, dass erfahrene Leute am Werk waren. Die Stunts und Schlägereien sind gut choreografiert und Guido und Maurizio De Angelis spendieren erneut einen tollen Score, um das lebhafte Treiben zu begleiten. Auch die Darsteller sind passend und füllen ihre Figuren gut aus. Neben einigen mir unbekannten Gesichtern gibt es auch ein Wiedersehen mit Riccardo Pizzuti und John Bartha, die beide nicht aus dem Spencer/Hill – Universum wegzudenken sind. All das konnte mich allerdings nicht uneingeschränkt knapp 2 Stunden gut unterhalten, denn einige zähe und sich wiederholende Momente, bremsen die Inszenierung etwas aus.
Nichtsdestotrotz ist VERFLUCHT, VERDAMMT UND HALLELUJA eine versiert inszenierte Italowestern-Komödie, die einen gut aufgelegten Terence Hill präsentiert.
(Bjoern Candidus)