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End of the World, 1977 – ★★½

DAS ENDE DER WELT
(END OF THE WORLD, USA, 1977, Regie: John Hayes)

Der NASA-Wissenschaftler Andrew Boran empfängt sonderbare Signale aus dem Weltraum. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia geht er auf die Suche nach dem eigentlichen Empfänger der Nachrichten auf der Erde, was die beiden zu einem Kloster führt, was von Pater Pergado und seinen Nonnen geleitet wird. 

Wenn der Name Charles Band auftaucht, werde ich stets neugierig. Band steht dafür, aus geringem Budget faszinierende kleine Filme zu zaubern, die oft innovative oder abgefahrene Geschichten erzählen. Bei DAS ENDE DER WELT, der unter der Regie von John Hayes (DREAM NO EVIL, 1970) entstanden ist, handelt es sich wahrlich um ein Kuriosum zwischen Science-Fiction und Katastrophenfilm, das für mich in dieser Größe besser funktioniert hat als ein millionenschwerer Blockbuster Marke Emmerich. Hier ist weniger mehr, um das Ende der Welt einzuläuten. Hier ist aber vor allem Christopher Lee, den man in solch einer Produktion weniger erwarten würde. Dass er hier in einer Doppeltolle auftaucht bringt natürlich auch den doppelten Spaß, zumindest dem Zuschauer. Lee selbst fühlte sich sogar betrogen, aber das ist eine andere Geschichte. Inhaltlich drängt sich sogar Lees letzter Dracula-Film, DRACULA BRAUCHT FRISCHES BLUT (1973), für die Hammer-Studios auf, doch DAS ENDE DER WELT ist in allem konsequenter, und was einem hier geboten wird, macht einfach auch mehr Spaß, obwohl der Film sehr düster ist und sich ziemlich ernst nimmt. Von Anfang an liegt eine Bedrohung in der Luft. Hayes liefert düstere Bilder und einen Ausblick auf eine nahende Katastrophe, die nur noch Andrew Boran (Kirk Scott) aufhalten kann. Ziemlich schräg wird es, wenn man Nonnen in futuristischen Schaltzentralen sieht. Zur finsteren Atmosphäre trägt auch der Score von Andrew Belling bei, der vor allem dissonante Töne anschlägt. 

Leider hat DAS ENDE DER WELT auch viele sehr gedehnte Momente, die nur dazu dienen, die Spielzeit voll zu kriegen, und das zu Ungunsten des Zuschauers. Hat man sich im Zuschauersattel halten können, ohne einzuschlafen und die reichlich verrückte Story geschluckt, bekommt man im Finale wenigstens Überschwemmungen, Erdbeben und Vulkanausbrüche geliefert, wenn auch nur über Bildschirme. 

DAS ENDE DER WELT ist ein absoluter Sonderling, dem etwas mehr Schwung gutgetan hätte, um seine schräge Scifi-Apokalypse-Geschichte zu erzählen. Was dieser Filme aber ganz klar ist: eine Charles Band Produktion, und die sind nicht immer gut, aber meistens sympathisch. 

(Bjoern Candidus)

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