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Black Emanuelle 2, 1976 – ★★★

BLACK EMANUELLE – 2. TEIL
(EMANUELLE NERA: ORIENT REPORTAGE, Italien, 1976, Regie: Joe D‘Amato)

Die Foto-Reporterin Emanuelle begleitet ihren Freund Roberto von Venedig nach Bangkok. Beide wollen sich, was ihre sexuellen Gelüste angehen, nicht fest binden und planen sogar von Anfang an eine Trennung nach ihrem Urlaub. Während Roberto für archäologische Ausgrabungen nach Casablanca weiter reist, trifft Emanuelle auf den Prinzen Sanit, der ihr die orientalische Welt der Liebe zeigen will. Doch ihr Abenteuer endet nicht in Bangkok, und bald wird eine Frau in ihr Leben treten, was Roberto gar nicht schmeckt.

Joe D‘Amato führt hier Bitto Albertinis Film BLACK EMANUELLE (1974) mit Laura Gemser als Foto-Reporterin fort. Dies war somit auch die erste Zusammenarbeit zwischen D‘Amato und Gemser, die in den folgenden Jahren viele weitere Früchte tragen sollte. Die Fortsetzung, wenn man BLACK EMANUELLE – 2. TEIL überhaupt als solche bezeichnen möchte, versprüht noch mehr den sanften Charme des Erstlings. Der Tierkampf zwischen einem Mungo und einer Kobra, der für die Schlange tödlich ausgeht und die Gruppenvergewaltigung von Emanuelle sind schon Andeutungen, in welche Richtung D‘Amato zukünftig mit der Reihe gehen wird. Ansonsten gibt es hier viel nackte Haut, Zärtlichkeiten zwischen Mann und Frau, Frau und Frau, was Mann so gar nicht gefällt. Aus einer lockeren Beziehung zwischen Emanuelle und Roberto wird plötzlich eine komplizierte Dreiecks-Beziehung, als die lesbische Debra in ihr Leben tritt. Roberto wird von Gabriele Tinti gespielt, der bereits im Vorgänger dabei war und nach den Dreharbeiten der Ehemann von Laura Gemser wurde. Immer willkommen und stets mit einer Aura des mysteriösen Umgeben, ist Ivan Rassimov, der hier Prinz Sanit spielt, der es faustdick hinter den Ohren hat.

Die EMANUELLE-Reihe ist nicht nur für die Titelheldin eine abenteuerliche Reise durch die unterschiedlichen Länder, sondern auch für den Zuschauer, der in diesen Filmen mit sehr vielen Eindrücken konfrontiert wird. Und so liefert BLACK EMANUELLE – 2. TEIL neben Sex und guter Laune, Strip-Clubs und Massagesalons, eine Opium-Party, riesige Tempel, orientalische Märkte, Thai-Boxer, Tierkämpfe und schmucke Elefanten. Die Fotografie, die D‘Amato mal wieder höchst persönlich zu verantworten hat, ist sehr gelungen und entführt einen im Einklang mit dem Score von Nico Fidenco in geheimnisvolle Welten. 

Doch trotz der reizenden Darsteller und den vielen schönen Impressionen ist BLACK EMANUELLE – 2. TEIL auch manchmal etwas zäh und weitaus weniger ereignisreich als die folgenden Teile der Reihe.

(Bjoern Candidus)

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