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Clown, 2014 – ★★★★

CLOWN
(USA, 2014, Regie: Jon Watts)

Da der zum Kindergeburtstag bestellte Clown kurzfristig abgesagt hat, will Jacks Vater Kent selbst für seinen Sohn als Clown einspringen. Wie es der Zufall will, findet er ein altes Clownkostüm, was er sich überstreift und damit einen alten Dämon erweckt, der langsam durch Kent herauswächst und Hunger auf Kinder hat. 

Horror-Clowns bin ich ziemlich satt, und mit KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE (1988), CLOWNHOUSE (1989) und ES (1990) hätte das Thema gerne enden können. Ich persönlich finde ohnehin jeden Nicht-Horror-Clown erschreckender als jeden Horror-Clown, aber darum soll es nicht gehen. 

Tatsächlich konnte mich CLOWN sehr gut unterhalten, auch nach der zweiten Sichtung. Produzent Eli Roth und Regisseur Jon Watts liefern eine spannende Story um einen Clowndämon und dessen Fluch, der auf dem Träger des Kostüms lastet. Einmal angezogen, bleibt das Kostüm auf der Haut, die Perücke auf dem Kopf und die rote Gumminase auf der echten. Eine Idee, die weitaus origineller ist als der 1000. Gore-Effekt. Gore wird auch hier geliefert, und es sterben auch kleine Kinder, was weiterhin eine Seltenheit im Genre ist. Die Effekte sind soweit okay, aber das eigentliche Highlight ist die Kostüm-Idee und die langsamen Veränderungen von Kent in den uralten Dämon.

Trotz, dass sich Watts kaum Zeit lässt, die Katze aus dem Sack zu lassen, hat er CLOWN mit recht ruhiger Hand inszeniert, was zur Spannung beiträgt. Zudem ist die Atmosphäre sehr dicht, man hält sich zurück mit grellen Farben und liefert stattdessen düstere Bilder. Es gibt durchaus ein paar schwarzhumorige Momente, aber im großen Ganzen hat man es mit einem straighten Horrorfilm zu tun, der eine eigene Geschichte erzählt, auch wenn die Zutaten natürlich keine neuen sind. 

Andy Powers spielt den Kent-Clown-Dämon ganz gut, und er hat mein tiefstes Mitgefühl. Vor Kinderdarstellern muss man sich hier auch nicht fürchten. Wenn Kinder auftauchen, verschwinden sie meistens schnell im Jenseits. Am meisten hat mich aber Peter Stormare als Karlsson überrascht. Ich bin kein Stormare-Fan, aber hier hat er mich mal nicht gestört. Wahrscheinlich, weil er mal keinen aufgesetzten Bösewicht verkörpert. 

CLOWN versprüht ein wenig das Flair von 90er-Jahre-Horrorfilmen wie THE DENTIST (1996) oder WISHMASTER (1997) und ist in jeder Hinsicht unterhaltsam.  

(Bjoern Candidus)

←The Unnaturals, 1969 – ★★½
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