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The Valley of Gwangi, 1969 – ★★★½

GWANGIS RACHE
(THE VALLEY OF GWANGI, USA, 1969, Regie: Jim O’Connolly)

In einem mexikanischen Wüstendorf veranstaltet die schöne T. J. Breckenridge eine Rhodeoshow, die nicht von großem Erfolg gekrönt ist. Doch sie hat Hoffnung, denn ein geheimnisvolles Minipferd soll ihre Show retten. Da taucht Kirby, ihr ehemaliger Verlobter auf, der die Show aufkaufen möchte. Kirby möchte wissen, woher das Pferd stammt und sucht den Paläontologen Horace Bromley auf, der von einem verbotenen Tal spricht, aus dem das Tier zu stammen scheint. 

Nachdem bereits mit BILLY THE KID VS. DRACULA (1966) und JESS JAMES MEETS FRANKENSTEIN’S DAUGHTER (1966) klassische Horrorstoffe mit dem Western kombiniert wurden, legte Regisseur Jim O’Connolly nach und hat mit GWANGIS RACHE Cowboys gegen Dinosaurier antreten lassen. 

Was erst mal sonderbar klingt, ist in der Umsetzung richtig gut geworden. Erneut durfte Ray Harryhausen sein Können unter Beweis stellen und hat phantastische Stop-Motion-Effekte mit sehr gelungenen Dinosaurier-Modellen geschaffen, die ganz klar das Highlight von GWANGIS RACHE darstellen. Nicht nur der mächtige Allosaurus, der auch gegen einen Elefanten antreten darf, macht Eindruck, sondern auch der Kampf zwischen einem Cowboy und einem Pteranodon (Flugsaurier). Bis man das geheimnisvolle Dinosauriertal erreicht, vergeht allerdings viel Spielzeit, die nicht gerade spannend ausgefüllt wurde, und James Franciscus hat mich etwas genervt in seiner Rolle als Tuck Kirby, wobei er natürlich dem smarten Cowboy-Typus hervorragend entspricht. Doch die Entschädigung kommt spätestens, wenn man den Allosaurus einfangen kann und ihn wie King Kong als Attraktion verkaufen will. Freilich kann sich das Tier befreien und für Chaos bis ins Gotteshaus sorgen, in dem sich Harryhausen so richtig austoben durfte, um einem reichlich Action in Stop-Motion zu liefern.

GWANGIS RACHE ist ein charmantes Dinosaurier-Western-Abenteuer mit tollen Effekten. Die zähe erste Hälfte und die eher unsympathischen Figuren seien verziehen. 

(Bjoern Candidus)

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