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Missile to the Moon, 1958 – ★★★

DIE BESTIE DES GRAUENS
(MISSILE TO THE MOON, USA, 1958, Regie: Richard E. Cunha)

Ein als Raketenwissenschaftler getarnte Außerirdischer will mit seiner Privat-Rakete zurück zum Mond. Ein Tag vor dem Start ins All entkommen zwei Häftlinge aus dem Gefängnis. Als sich die beiden in Greens Rakete verstecken, sperrt sie der Wissenschaftler ein und bietet ihnen an, sie als Helfer mit zum Mond zu nehmen, statt an die Polizei zu verraten. Sie willigen ein und begleiten Green auf seine Reise. Doch sie haben zwei „blinde“ Passagiere an Bord: Greens Mitarbeiter und seine Verlobte.

Abenteuerreisen mit Weltraumraketen gehörten in den 50er-Jahren zum guten Ton des US-Kinos. Das Budget, was solche Produktionen in der Regel zur Verfügung hatten, war hier auch nicht großzügiger (ca. 65.000$), was man zu jeder Zeit sehen kann. Rückprojektionen, Pappkulissen und billige Monsterkostüme stehen auf dem Plan dieses reichlich naiven Science-Fiction-Abenteuers. 

Die Geschichte um den humanoiden Außerirdischen, der mit seiner Privatrakete zurück zum Mond will und dafür zwei geflohene Häftlinge mitnimmt, ist zumindest so haarsträubend, dass ich Richard E. Cunhas konsequente Art der Umsetzung durchaus lobenswert finde. Das Motto „Aus Nichts was machen“ ging hier definitiv auf, wie bei Ed Wood auch. Ich erfreue mich auch, wenn ich wacklige Kulissen und Menschen in Gummimonsterkostümen sehen darf. Im Fall von DIE BESTIE DES GRAUENS darf man sich auf Gummisteinmonster freuen, die tölpelhaft durch eine (echte!) Felslandschaft stampfen. Nicht viel beängstigender, aber weitaus amüsanter sieht die riesige Mondmonsterspinne aus. Am meisten Probleme bereiten sich aber die Menschen untereinander und die Mondfrauen, die in ihren Gewändern Erinnerungen an das Römische Reich erwecken. 

DIE BESTIE DES GRAUENS ist ein charmantes Scifi-Abenteuer mit billigen Tricks, in dem keine Langeweile, aber auch keine Spannung aufkommt.   

(Bjoern Candidus)

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