HELLRAISER VIII – HELLWORLD
(Rumänien, USA, 2005, Regie: Rick Bota)
Hellworld ist ein neues Onlinegame, was bei Jugendlichen total angesagt ist. Fünf Jugendlich werden zu einer Party in einem weitläufigen Herrenhaus eingeladen, wo zahlreiche Menschen das bahnbrechende Game feiern. Doch der Gastgeber hat ganz andere Absichten, denn Hellworld ist realer als die Spieler glauben.
Zum dritten mal darf Rick Bota beweisen, dass er als Regisseur für das Hellraiser-Franchise nichts taugt. Dass er hier erneut Regie führen durfte, ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass HELLRAISER VIII direkt im Anschluss zu HELLRAISER VII – DEADER (2005) entstanden ist, ebenfalls in Rumänien.
Endlich hat es das Hellraiser-Franchise geschafft, im Hellraiser-Franchise anzukommen. Über die Idee, jugendliche Gamer mit dem Hellraiser-Onlinegame „Hellworld“ anzulocken, ist reichlich beschissen, dennoch unterhaltsamer als alles im direkten Vorgänger. Visuell schafft es HELLRAISER VIII – HELLWORLD besser dazustehen als HELLRAISER – DEADER (2005). Das weitläufige Herrenhaus des Gastgebers ist schön ausgeleuchtet und gut ausgestattet mit Relikten aus dem Hellraiser-Kosmos. In Sachen Gore geht es hier wieder ein bisschen aufwärts, befriedigt wird man in dem Punkt aber auch nicht.
Neben der dämlichen Story haben mich die jugendlichen Darsteller der Marke 90er-Teenie-Slasher gewaltig genervt, ebenso die zahlreichen Statisten, die auf der Hellworld-Party im Hintergrund tanzen. Immerhin ist Lance Henriksen als Gastgeber dabei, um wenigstens ein bisschen Klasse mit reinzubringen. Und dann ist da natürlich noch Doug Bradley. Ein letztes Mal hat er die Rolle von Pinhead bekleidet. Vielleicht durfte er deshalb hier schon etwas früher auftauchen.
Trotz der Story ist HELLRAISER VIII – HELLWORLD insgesamt nicht ganz so übel inszeniert wie sein Vorgänger, aber von gut ist dieser Film ebenfalls Meilen entfernt.
(Bjoern Candidus)