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Specters, 1987 – ★★½

SPECTERS – MÄCHTE DES BÖSEN
(SPETTRI, Italien, 1987, Regie: Marcello Avallone)

Beim Bau eines U-Bahntunnels unter Rom wird der Gang zu einer geheimen Grabkammer freigelegt. Der Archäologie-Professor Lasky, der vor Ort mit seinen Studenten mit Ausgrabungen beschäftigt ist, glaubt eine uralte Opferstätte gefunden zu haben. Markus, sein Assistent, untersucht das Gewölbe und erweckt einen todbringenden Dämon. 

Zwischen den vielen eher minderwertigen Filmproduktionen, die Ende der 80er-Jahre in Italien entstanden sind, finden sich auch immer wieder ansehnlichere. SPECTERS, der unter der Regie von Marcello Avallone (MAYA, 1989) entstanden ist, gehört, zumindest rein visuell, dazu. Das Ausgrabungs-Setting und die Katakomben sind schön inszeniert und sorgen in den besten Momenten für eine dichte Atmosphäre. Die Licht- und Kamera-Arbeit ist durchaus gelungen und hebt Avallones Film aus dem Gros ähnlicher Produktionen hervor. Doch leider liefert er unter dem Strich reichlich wenig Schauwerte. Avallone baut zwar durchaus eine gewisse Spannung auf, doch zerbröselt diese durch das minutenlange Herumstehen der Figuren. Geht es dann mal in Richtung Horror-Effekte, wird man eher enttäuscht. Trotz den eigentlich fähigen Händen von Sergio Stivaletti, sollte man hier nicht viel erwarten. Die wenigen Effekte sind zwar solide gemacht, doch sind sie mit der Lupe zu suchen.

Sieht man von Donald Pleasence ab, der hier hinter den Erwartungen zurückbleibt, ist der restliche Cast ein unsympathischer Haufen, der nicht dazu einlädt, mit ihm mitzufiebern. Das viele Gerede bremst die Inszenierung immer wieder aus und man darf über jeden Toten dankbar sein, der hier gezählt wird. 

Der Score von Lele Marchitelli und Danilo Rea unterstütz die Atmosphäre und die spannenden Ansätze, doch Avallone tritt viel zu lang auf der Stelle und lässt SPECTERS in der Ödnis versinken, bevor er sich im Finale kurz wieder aufbäumen kann, um dann weiterhin keinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. 

(Bjoern Candidus)

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