GUILA, FRANKENSTEINS TEUFELSEI
(UCHÛ DAIKAIJÛ GIRARA, Japan, 1967, Regie: Kazui Nihonmatsu)
Ein Wissenschaftler der Raumfahrtbehörde glaubt, dass die Erde von Außerirdischen beobachtet wird, die vom Mars oder der Venus stammen. Man schickt ein vierköpfiges Team von Astronauten ins All, um Spuren zu suchen. Bei dieser Mission werden sie tatsächlich von einem UFO angegriffen, was eine fremdartige Substanz an der Rakete der Astronauten hinterlässt. Wieder auf der Erde angekommen, bildet sich aus der Substanz ein riesiges Ungeheuer, was beginnt die japanischen Metropolen zu zerstören.
Kazui Nihonmatsu wandelt mit GUILA, FRANKENSTEINS TEUFELSEI unübersehbar auf den Pfaden der erfolgreichen Godzilla-Welle, nur stammt sein Monster, Guila, aus den Tiefen des Alls. Präsentiert sich Godzilla als Riesenechse, zeigt sich Guila sehr viel bizarrer mit einem sternförmigen Kopf und roten Augen. Außerdem kann sich Guila in einen leuchtenden Energieball verwandeln. Doch bis man das Monster endlich erblicken darf und es zur Katastrophe kommt, vergehen fast 50 Minuten, die sehr zäh und langweilig sind. Man wird Zeuge der x-ten Weltraummission mit austauschbaren Astronauten, die debattieren. Um GUILA, FRANKENSTEINS TEUFELSEI noch mehr zu dehnen, macht man noch eine Zwischenlandung auf dem Mond, wo man Mondäpfel kennenlernt oder sich in einem Badezuber vergnügt. Das Einzige, was mich in dieser Zeit bei Laune gehalten hat, ist das gelungene, farbenfrohe Setting und die netten Effekte, die man zu dieser Zeit allerdings auch schon besser gesehen hat. Dennoch gehören die Modelle von Raketen, Stationen und Planeten, samt dem Guila-Gummikostüm zu den Stärken dieses Kaijū. Die obligatorischen Miniaturstädte sind natürlich auch anzutreffen, um fröhlich von Guila zerstört zu werden. Zur Gegenwehr kommen Miniatur-Kampfflugzeuge und Panzer zum Einsatz.
Kazui Nihonmatsu fügt der ganzen Thematik keine neuen Aspekte hinzu, um GUILA, FRANKENSTEINS TEUFELSEI aus der Masse des japanischen Monsterkinos hervorzuheben. Die erste Dreiviertelstunde ist ein öder Flug durchs All mit einem völlig unpassenden Score von Taku Izumi, der Rest ein charmanter Monsterfilm von der Stange.
(Bjoern Candidus)