CHILDREN OF THE LIVING DEAD
(USA, 2001, Regie: Tor Ramsey)
Bevor der Zombiefilm mit Snyders DAWN OF THE DEAD (2004) und Romeros LAND OF THE DEAD (2005) wieder Geld in die Kinokassen spülte, wandelte man mit CHILDREN OF THE LIVING DEAD bereits erneut auf Romeros Spuren, was leider ziemlich nach hinten losgegangen ist. Die Produktionsgeschichte von CHILDREN OF THE LIVING DEAD ist so verfahren wie die der Film selbst. Ursprünglich sollte es sich mal um eine Fortsetzung zu John A. Russos dümmlichem NIGHT OF THE LIVING DEAD: 30TH ANNIVERSARY EDITION (1999) handeln, doch nach dessen Misserfolg, wurde Russos Skript verworfen und er als Regisseur gestrichen. Den Regie-Part bekam schließlich Tor Ramsey, der nach seiner ersten Schnittfassung die Koffer packen durfte. Die Produzentin (und Autorin) des Films, Karen L. Wolf, packte sämtlich Füll- und Dialog-Szenen wieder in den Film, was wohl der größte Fehler der Produktion war.
Das Ergebnis aus diesem Debakel wurde ein langweiliger, äußerst schlecht inszenierter Zombiefilm, in dem Untote durch ländliche Gefilde wandeln und vor Farmhäusern erschossen und auf Haufen verbrannt werden, wie man es aus DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN (1968) kennt, nur in wesentlich besser, versteht sich. Nichts ist hier gut, nicht mal Tom Savini, der als Deputy fleißig Untote vernichtet. Savini war der Auftritt selbst unangenehm, aber er hat unter falschen Voraussetzungen zugesagt.
Nachdem seine Rolle im recht actionreichen Anfang ins Jenseits abwandert, springt die Story 14 Jahre in die Zukunft, um einen vollends in die Ödnis zu befördern, z.B. mit einem VW-Bus voller Twens. Die Untoten steigen erneut aus ihren Gräbern, und als Ober-Zombie bekommt man es mit Abbott Hayes zu tun, der zu Lebzeiten ein Serienmörder war und auch im Untotendasein nichts Gutes im Schilde führt. Handlungssprünge und charakterlose Figuren, dargestellt von schlechten Darstellern bestimmen das Bild, in dem hin und wieder ein paar Zombies erschossen werden, damit wenigstens ein bisschen Blut spritzen darf.
Zu den vielen …OF THE DEAD-, bzw. OF THE LIVING DEAD-Filmen, gehört CHILDREN OF THE LIVING DEAD zum absoluten Bodensatz.
(Bjoern Candidus)