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To All a Goodnight, 1980 – ★½

GOODNIGHT
(TO ALL A GOODNIGHT, USA, 1980, Regie: David Hess) 

Auf einem Mädchenpensionat lastet eine üble Vergangenheit. Vor zwei Jahren kam ein Mädchen bei einem Scherz ihrer Mitschülerinnen ums Leben. Zwei Jahre später plant eine Gruppe Mädchen eine illegale Weihnachtsparty mit dem männlichen Geschlecht in selbigem Pensionat abzuhalten. Doch auch ein Psychopath betritt das weitläufige Anwesen, um die Feierenden zu reduzieren. 

Niemand geringeres als David Hess, den Wes Craven mit seinem Film LAST HOUSE ON THE LEFT (1972) als Krug Stillo zu Legendenstatus verhalf, feiert hier sein Regiedebüt, und nach einer ziemlich stümperhaft inszenierten Rückblick-Pre-Titel-Sequenz, geht es leider nicht viel besser weiter. Dieser für 70.000 US-Dollar in binnen von zehn Tagen heruntergekurbelte Slasher hat vor allem ein Problem: ausladende Figuren, die nur dumm oder dreist gestrickt sind und niemals meine Sympathie gewinnen konnten. Das würde ich dem Film noch schenken, aber da auch sonst nicht viel im Lot ist, fällt es schwer, gnädige Worte zu finden. Hess passt sich dem gängigen Slasher-Prinzip an: Einer nach dem anderen springt über die Klinge eines Killers. Fertig! Er versucht zwar durchaus was zu liefern, aber aufgrund mangelnder Qualität wirken die Gore-Effekte hölzern und wirkungslos. Der Killer, der sehr blass gezeichnet wird, zeigt sich mal im Weihnachtsmann-Kostüm, mal mit Ritterrüstung. Richtiger Terror wird allerdings zu keiner Zeit erzeugt. Auch wenn die weitläufige Villa, die hier als Mädchenpensionat dient, recht ansehnlich ist und gute Möglichkeiten bieten würde, schafft es Hess kaum Atmosphäre, geschweige noch Spannung aufzubauen. Alles wirkt sehr gefühllos, dabei wäre Weihnachten eine gute Grundlage, um etwas zu spielen oder für Stimmung zu sorgen; das geht in Filmen wie BLACK CHRISTMAS (1974) und SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT (1984) um Welten besser auf. Zumindest schafft Hess im letzten Drittel etwas Spannung zu erzeugen, kurz bevor man die wenig überraschenden Auflösung serviert bekommt. Die Damen und Herren, die sich durch die maue Inszenierung kämpfen, sind bis auf wenige Ausnahmen Unbekannte, die hier ihren einzigen Auftritt haben. Jennifer Runyon kennt man hingegen z.B. aus Filmen wie GHOSTBUSTERS (1984), DER FALKE UND DER SCHNEEMANN (1985) oder CARNOSAURUS (1993). 

GOODNIGHT ist ein billiger, mit wenig Geschick inszenierter Slasher von einem Charakterkopf, der vor der Kamera einfach besser aufgehoben war.

(Bjoern Candidus)

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