
RETURN OF THE LIVING DEAD 3
(USA, 1993, Regie: Brian Yuzna)
Als Cindy bei einem Motorradunfall ums Leben kommt, schafft Lover Curt die Leiche in eine Militärbasis, in der sein Vater arbeitet. In der Forschungsstation der Basis werden Experimente mit einem Kampfstoff namens Trioxin durchgeführt, der Tote wieder ins Leben zurückbringen soll. Curts innigster Wunsch ist es, seine Liebe zurückzuholen und schafft die Leiche zur Basis, was sie schnell als fataler Fehler herausstellt.
Nach dem sehr guten RETURN OF THE LIVING DEAD (1985) und dem mittelmäßigen RETURN OF THE LIVING DEAD 2 (1988) folgte fünf Jahre später RETURN OF THE LIVING DEAD 3, bei dem diesmal Brian Yuzna auf dem Regiestuhl Platz nahm, um dem Zuschauer eine gehörige Portion Blut und Gekröse zu präsentieren.
Yuzna als Regisseur klingt erst mal nach einem guten Plan, und wenn es um Gore-Effekte geht, dann bekommt man mit RETURN OF THE LIVING DEAD 3 eine ganze Wagenladung davon geliefert. Gore steht hier an erster Stelle, und es dauert nicht lange, bis Yuzna aus den Vollen schöpft und gut designte Zombies loslässt. Allen voran steht natürlich Julie (Melinda Clarke), die Geliebte von Hauptfigur Curt (J. Trevor Edmond), die sich langsam in einen Zombie verwandelt und sich selbst verletzt, bevor sie dazu übergeht, andere zu fressen. Mir war die Figur früher schon zu aufgesetzt und bei meiner erneuten Sichtung hat sich der Eindruck nicht verändert. Das Hauptproblem von RETURN OF THE LIVING DEAD 3 sind für mich ganz klar die Figuren, mit denen ich nicht warm geworden bin. Julie und Clarke stellen ein typisches 90er-Jahre-Pärchen dar, was ziemlich unsympathisch wirkt und zu keiner Zeit den Anreiz erwecken konnte, mehr über sie wissen zu wollen. Auch alle weiteren Figuren sind großflächig ätzend angelegt, und der Charme und der schwarze Humor der Vorgänger ist hier nicht zu entdecken.
Trotz der Bezüge zu dem Kampfstoff Trioxin und den militärischen Tests, die zu den Highlights des Films zählen, fühlt sich RETURN OF THE LIVING DEAD 3 nicht nach einem Teil der Reihe an, sondern wie ein eigenständiger Zombiefilm, bei dem mir der Spaß größtenteils durch die ätzenden Figuren geraubt wurde.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar