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Batman & Robin, 1997 – ★★

BATMAN & ROBIN
(GB, USA, 1997, Regie: Joel Schumacher)

In Gotham City wird es kalt und giftig, denn Mr. Freez und Poison Ivy treten auf den Plan, um die Stadt zu unterjochen. Doch Batman und Robin sind zur Stelle, um erneut die Bewohner der Stadt zu beschützen. Aber diesmal bekommen die beiden größere Schwierigkeiten, als sie dachten, und so tritt Batgirl auf den Plan, um die beiden zu unterstützen.

Wer dachte, es könnte nach BATMAN FOREVER (1995) nicht schlimmer kommen, hat BATMAN & ROBIN nicht gesehen. Erneut nahm Joel Schumacher auf dem Regiestuhl platzt, der leider aus seinem Vorgänger-Debakel nichts gelernt hat. Aber das musste er auch nicht, denn BATMAN FOREVER schlug sich höchst erfolgreich an den Kinokassen. Schumacher setzt seinen Stil fort, aber verwandelt Gotham City und seine Bewohner in einen noch grelleren Zirkus, der sich noch mehr anfühlt, als wollte man die Batman-Serie aus den 60er-Jahren fortsetzen. Platte Action und dumme Sprüche durchziehen die Inszenierung, die von Minute zu Minute immer mehr entgleist. Die grellen Farben, die bizarren, wenn auch höchst kitschigen Kulissen und die Kostüme sind gar nicht das Problemen. Das Set-Design hat mir hier sogar insgesamt besser gefallen als im Vorgänger. Das Hauptproblem ist die Besetzung. Ich war nie ein Freund von George Clooney und werde es wohl auch nie, aber als Bruce Wayne / Batman ist er einfach nur zum Davonlaufen. Clooney ist steif, hölzern und liefert nicht mehr Tiefe als Chris O’Donnell, der leider wieder als Robin am Start ist. Da kommt Alicia Silverstone als Batgirl gerade recht, denn die hat die gleichen Probleme. Die Schurkenplätze belegen diesmal Uma Thurman als Poison Ivy und Arnold Schwarzenegger als Mr. Freez. Thurman ist eigentlich immer gut. Sie verzaubert jeden Raum, den sie betritt, und als Poison Ivy bringt sie zumindest einen unwiderstehlichen Anreiz in die Inszenierung, die allerdings ständig durch einen tölpelhaft spielenden Arnold Schwarzenegger gestört wird, da die beiden als Team auftreten. Immerhin ist der Anzug von Mr. Freez ziemlich cool (Ha Ha Ha!). Und dann ist da noch Bane, der von dem Wrestler und Stuntman Jeep Swenson verkörpert wird. Bane darf man sich als muskulösen Dummbatz vorstellen, der lediglich dazu da ist, Wände einzureißen. Zum letzten Mal haben sich Michael Gough als Alfred und Pat Hingle als Commissioner James Gordon herüberretten können. Elliot Goldenthal hat erneut einen soliden Score abgeliefert, der zu den bodenständigsten Elementen des Films zählt.

BATMAN & ROBIN ist eine fürchterlich laute, nervige und lächerliche Angelegenheit, die bis auf das Set-Design und die schrillen Kostüme rein gar nichts Positives zu bieten hat, abgesehen von Uma Thurman.  

(Bjoern Candidus)

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