MALABIMBA – KOMM UND MACH’S MIT MIR
(MALABIMBA, Italien, 1979, Regie: Andrea Bianchi)
Während einer Séance auf dem Schloss der Familie Caroli schlüpft ein Dämon in den Körper von Bimba, der Tochter von Andrea Caroli, der eigentlich die Stimme seiner verstorbenen Frau erwartet hat zu hören. Nichts ahnend, was in Bimba vorgeht, entwickelt die sich zu einer frechen Teenagerin, die mit obszönem Vokabular auf sich aufmerksam macht. Als das nicht mehr reicht, fängt sie an, ihre sexuellen Triebe auf dem Schloss auszuleben. Da kann nur noch die Nonne Sofia helfen.
Wenn der Name Andrea Bianchi fällt, habe ich automatisch einen Jungen vor Augen, der seiner Mutter eine Brustwarze abbeißt. Bei DIE RÜCKKEHR DER ZOMBIES (1981) sind wir hier nicht, aber MALABIMBA ist mindestens genau so unterhaltsam und schmierig. Das Verbindungsglied zwischen beiden Filmen ist allerdings nicht nur der Regisseur, sondern auch Mariangela Giordano, die hier die Nonne spielt, die von Bimba sexuell verführt wird. Sex steht überhaupt an oberster Stelle in MALABIMBA, was der deutsche Zusatztitel KOMM UND MACH’S MIT MIR auf den Punkt bringt. Jeder hat Sex mit irgendwem, schaut beim Sex mit anderen zu oder zwingt jemandem Sex auf. Letzteres führt zum Highlight des Films, wenn Bimba ihren querschnittsgelähmten Onkel oral befriedigt, bis der das Zeitliche segnet. Wahnsinn.
Von Qualität und handwerklichem Geschick ist in MALABIMBA wenig zu sehen, und von der „Story“ will ich erst gar nicht anfangen. Auf Spannung und Horror-Effekte verzichtet Bianchi weitestgehend. Bevor der Dämon in Bimba fährt, verwüstet er ein wenig das Schloss, in dem er Türen und Fenster aufstößt, aber ansonsten konzentriert er sich auf sein Sexleben, was er durch Bimba befriedigt. Je nach Fassung bekommt man Hardcore-Sexeinlagen geboten, die sich dem restlichen Machwerk hervorragend anpassen.
Wer auf Italo-Sleaze der Sorte PATRICK LEBT! (1980) steht, kommt um MALABIMBA – KOMM UND MACH’S MIT MIR nicht herum. Und wer noch mehr teuflischen Sex sehen will, kann sich auch gerne das Remake SEXORGIEN IM SATANSSCHLOSS (1982) angucken.
(Bjoern Candidus)