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Shocking Dark, 1989 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

CONTAMINATOR
(TERMINATOR 2, Italien, 1989, Regie: Bruno Mattei)

Venedig ist am Ende. Die Lagunenstadt ist verseucht und nahezu menschenleer. Eine Spezialeinheit, die im Namen der Tubular Corporation handelt, soll das Verschwinden von Wissenschaftlern untersuchen, die in einem geheimen Komplex spurlos verschwunden sind. Dort angekommen, werden die schwer bewaffneten Soldaten mit einer fremdartigen Lebensform konfrontiert, die keine guten Absichten mit sich bringt.

Bevor James Cameron 1991 mit seinem TERMINATOR 2 um die Ecke kam, hatte Bruno Mattei bereits seinen TERMINATOR 2 (in anderen Ländern auch als CONTAMINATOR, ALIENATORS oder SHOCKING DARK vermarktet) in die Welt gepflanzt. Der Titel und der Regisseur lassen vermuten, dass es sich um ein TERMINATOR – Plagiat handelt, aber es wird vor allem Camerons ALIENS – DIE RÜCKKEHR (1986) kopiert, und das auf herrlich armselige Art. Selbst auf einen Ripley-, Newt- und Vasquez-Klon muss man nicht verzichten. Immerhin hat man sich bei den Aliens nicht bei Giger, sondern eher bei Cthulhu inspirieren lassen. Dass es auch einen Androiden gibt, muss ich wohl nicht erwähnen. Dieser schlägt dann, dank einer Zeitkapsel, den Bogen zu TERMINATOR. Genial.

So scheiße, wie man denken möchte, ist das Ganze gar nicht. Okay, eigentlich schon, aber Mattei hat meistens verstanden, geringes Budget halbwegs vernünftig einzusetzen, was man auch hier wieder sehen kann. Die Darsteller sind weitestgehend grottig, die Ausstattung ist halbwegs einfallsreich und das Setting (neben kurzen Venedig-Impressionen bespielt man in erster Linie einen geräumigen Heizungskeller) annehmbar. Auch wenn die Action-Szenen ziemlich holprig sind und man in Sachen Gore nicht viel erwarten sollte, passiert genug, um den Zuschauer zu unterhalten, auch wenn dies in erster Linie durch das Unvermögen der Darsteller erreicht wird.

CONTAMINATOR ist ein weiter unterhaltsamer Beitrag aus der Welt von Bruno Mattei und Claudio Fragasso, in der man sich für nichts schämen muss, aber auch keine Qualität erwarten darf.

(Bjoern Candidus)

←White Apache, 1987 – ★★★½
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