DJANGO – DEN COLT AN DER KEHLE
(CHIEDI PERDONO A DIO… NON A ME, Italien, 1968, Regie: Vincenzo Musolino)
Nachdem Cjamangos Familie ermordet wurde, schwört er sich Rache. Von dem Gauner Barrica erhält Cjamangos die Info, wer hinter der Bluttat steckt. Cjamango ist nicht zu stoppen.
Der Regisseur Vincenzo Musolino, der ein Jahr nach dieser Produktion mit 39 Jahren verstarb, hat hier einen sehr guten Italowestern abgeliefert, der unter dem Strich zwar nichts Neues liefert, aber auf handwerklicher Ebene sehr überzeugt.
Der Film hat einige spannende und actionreiche Momente, ist insgesamt kurzweilig inszeniert und hat einen hohen Bodycount, wenn auch kaum Blut zu sehen ist. Große Bilder von der Prärie, verspielte Kameraperspektiven, eine schöne Westernstadt und ein versierter Score von Felice Di Stefano sorgen ebenso für Atmosphäre, wie die zahlreichen grummeligen Gesichter, die hier aufwarten. George Ardisson als konsequenter Cjamango ist nicht der sympathischste in seiner Rolle, aber dafür hat sich Ignazio Spalla als mexikanischer Lump Barrica in mein Herz gespielt, der immer die Leichen derer einsammelt, auf denen ein Kopfgeld ausgesetzt ist.
Peter Martell ist kurz im Bilde, noch kürzer ist Riccardo Pizzuti zu sehen, der sich gefühlt in jedem zweiten Bud Spencer und / oder Terence Hill Film das Gesicht verformen lässt.
DJANGO – DEN COLT AN DER KEHLE ist sicher nicht der Größte seiner Zunft, aber er ist stimmig und nie langweilig.
(Bjoern Candidus)
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