SLUGS
(SLUGS, MUERTE VISCOSA, Spanien, USA, 1988, Regie: Juan Piquer Simón)
In einer amerikanischen Kleinstadt macht sich Panik breit, als sie von einer Invasion todbringender Nacktschnecken heimgesucht wird. Gemeinsam nehmen die Bewohner den Kampf gegen die Schnecken auf, für die ein Chemiekonzern verantwortlich ist, der jahrelang seine Chemieabfälle in die Kanalisation gelassen hat.
Der spanische Regisseur und Produzent Juan Piquer Simón hat mit SLUGS einen sehr unterhaltsamen Tierhorrorfilm gezimmert, der sich endlich mal auf den Feind von Gärtnern und Blumenfreunden konzentriert – die Schnecke. Wer also mal eine kriechende Abwechslung zu SQUIRM (1976) braucht, bekommt hier statt Würmer Schnecken, schwarze Nacktschnecken.
Inhaltlich gibt es hier, welch Wunder, nichts Neues zu entdecken, die filmische Seltenheit der schleimigen Stars muss reichen. Wie die Inhaltsleere in der Roman-Vorlage von Shaun Hutson ist, weiß ich nicht, aber er war mit der Adaption sehr unzufrieden.
Die Bewohner und das Kleinstadt-Treiben verhält sich wie in zahlreichen anderen Filmen dieser Art. Wissenschaftler und Experten versuchen, Polizei und Bürgermeister von den Gefahren der Schnecken zu warnen, doch man schenkt ihnen kein Glauben, dazu gibt es unsympathische Teens und ihr altersgerechtes Verhalten, von denen wenigstens manche nackt gefressen werden. Die erwachsenen Darsteller, wie Michael Garfield, Kim Terry und Philip MacHale gehen soweit klar, dennoch verkümmern sie durch die Schnecken und ihre Schandtaten, und die haben es in sich. In Sachen Gore gibt es nämlich reichlich zu sehen. Körper platzen auf, Schädel werden blank gefressen, das Blut fließt literweise. Auch wenn die Szenen in der Regel kurz gehalten sind, sind sie klar die Highlights der Produktion. Es gibt kaum Tierhorrorfilme, die blutiger sind als dieser hier.
Unter dem Strich ist SLUGS ein sauber fotografierter Horrorfilm mit einer düsteren Atmosphäre, ein bisschen Spannung und ganz viel Blut. Die durchgekaute Story und die langweiligen Figuren schaden dem hohen Unterhaltungsfaktor überhaupt nicht.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar